Zum Hauptinhalt springen

Ohrringe aus dem Sonntagsgeschirr

Morgen findet in der Dampfzentrale die Messe Design 22 statt. Die Berner Gestalterin Elian Portmann hat sie mitorganisiert. Unter dem Label «elDesign» verarbeitet sie altes Porzellan zu Schmuck. Ein Atelierbesuch.

Sie will ihre Kreativität nicht durch ein bestimmtes Material einschränken: Elian Portmann in ihrem Atelier in der Lorraine.
Sie will ihre Kreativität nicht durch ein bestimmtes Material einschränken: Elian Portmann in ihrem Atelier in der Lorraine.
zvg

Die junge Frau im knallroten Pullover parkiert ihren grauen Fiat direkt vor dem Halteverbot mit Abschleppandrohung. «Ich darf das», sagt sie, «hier ist mein Atelier.» Die 29-jährige Elian Portmann ist Schmuckdesignerin und Mitorganisatorin von Design 22.

Sie steigt aus dem Auto, nur wenige Meter über ihr braust ein Intercity über die Gleise. Wer regelmässig mit dem Zug nach Bern fährt, kennt das schmutzig-rosarote Mehrfamilienhaus links von den Gleisen. Ein hellblaues Gymfit-Schild hängt an der Fassade. «Ich mag die urbane Stimmung hier unten», sagt Elian Portmann. Sie teilt sich die rund 300 Quadratmeter im Erdgeschoss mit 13 weiteren Kreativen. Um zehn Uhr morgens ist an diesem Samstag noch niemand da. Portmann macht Licht und stellt die Kaffeemaschine an.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.