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«Ohne Regeln verroht der Mensch»

Barbara Mühlheim, die abtretende Leiterin der Heroinabgabe, beklagt ein mangelndes Verständnis rot-grüner Kreise für die Repression in der Drogenpolitik.

Ein Vierteljahrhundert später: Barbara Mühlheim im Kocherpark.
Ein Vierteljahrhundert später: Barbara Mühlheim im Kocherpark.
Adrian Moser

Die Kontrollierte Drogenabgabe (Koda) liegt nur wenige Hundert Meter vom Kocherpark entfernt. Doch in der Schweizer Drogenpolitik war es ein langer Weg von der offenen Drogenszene im Park bis zur Heroinverschreibung. In der Stadt Bern ist diese Entwicklung mit dem Namen Barbara Mühlheims verknüpft. Ihr Rücktritt von der Koda-Leitung ruft Erinnerungen an eine Zeit wach, die sich niemand mehr zurückwünscht. «Im Kocherpark habe ich gelernt, dass Drogenpolitik ohne Repression nicht funktionieren kann», sagt Mühlheim. Anfang der Neunzigerjahre hatte sie als junge «Contact»-Mitarbeiterin beinahe Tag und Nacht Überlebenshilfe geleistet. «Nach der hundertsten Beatmung hörte ich auf zu zählen.»

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