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Ohne Frauen fehlt die Hälfte der Menschheit

Frauen sind keine besseren Menschen, aber es gelingt ihnen oft besser, Frieden zu schaffen, sagt die Bernerin Ruth-Gaby Vermot. Der US-Botschafter in Bern hat die Alt-Nationalrätin für ihre unermüdliche Friedensarbeit mit Frauen ausgezeichnet.

Preisträgerin Ruth-Gaby Vermot (Mitte) mit dem Botschafterpaar Donald und Megan Beyer.
Preisträgerin Ruth-Gaby Vermot (Mitte) mit dem Botschafterpaar Donald und Megan Beyer.
Franziska Scheidegger

Betroffen sind Frauen stets, wenn Männer Kriege führen. Sie müssen fliehen, bringen Kinder in Sicherheit, werden vergewaltigt oder gar getötet. Wenn es aber darum geht, wieder «normale» Verhältnisse herzustellen, sind sie meist ausgeschlossen.

Ruth-Gaby Vermot, die frühere Berner SP-Nationalrätin, akzeptiert das nicht. Sie ist nicht die Einzige. Auch die UNO-Resolution 1325, die der Sicherheitsrat am 31. Oktober 2000 einstimmig verabschiedet hat, ruft erstmals Konfliktparteien dazu auf, die Rechte von Frauen zu schützen und sie gleichberechtigt in Friedensverhandlungen, Konfliktschlichtung und beim Wiederaufbau einzubeziehen. Doch wie geht das konkret? Vermot, die von 1995 bis 2007 im Nationalrat politisierte und als Abgeordnete im Europarat sass, hat sich auf diesem Gebiet eine grosse Erfahrung angeeignet. Ein wichtiges Forum für ihre Arbeit ist die Bewegung «Friedensfrauen weltweit» (englisch Peace Women Across the Globe, PWAG), die sie präsidiert.

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