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Nur Kundgebung statt Demozug

Die Partei national orientierter Schweizer (Pnos) wird kommenden Sonntag in Burgdorf nur eine Platzkundgebung durchführen dürfen. Nachdem links- und rechtsextreme Gruppen für einen Aufmarsch mobilisierten, verbot die Stadt einen Demozug.

Ursprünglich wollte die Stadt die Pnos-Demo überhaupt nicht bewilligen. Ein Rekurs der Veranstalter beim Regierungsstatthalter war dann aber erfolgreich. Burgdorf habe kein einschränkendes Kundgebungsreglement wie etwa Bern, argumentierte der Regierungsstatthalter.

Die Pnos will gegen den Antirassismusartikel demonstrieren. Linksautonome Kreise mobilisieren ihrerseits auf einschlägigen Internetseiten, um den Pnos-Aufmarsch am Sonntag zu verhindern.

Die Veranstalter der linksautonomen Gegenkundgebung hätten kein Kundgebungsgesuch gestellt, sagte Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch auf Anfrage. Deren Aufmarsch sei demnach unbewilligt und werde entsprechend behandelt.

Burgdorf sei ein friedlicher und demokratischer Ort und die Stadt solle nicht zum Schauplatz rechts- und linksextremer Auseinandersetzungen werden, betont der Gemeinderat in einer Mitteilung. Er appelliert entsprechend an die Kundgebungsverantwortlichen beider Seiten.

Die Region Burgdorf war in den vergangenen Jahren verschiedentlich wegen rechtsextremen Umtrieben in die Schlagzeilen gekommen. Die Stadt ihrerseits engagierte sich im Rahmen diverser Projekte gegen Rassismus und Gewalt. Grössere Bekanntheit erlangte etwa die Aktion «Courage – für Menschen gegen Gewalt».

SDA/el

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