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Das Neustadtlab kann durchstarten

Zuerst schien es ins Wasser zu fallen, jetzt soll es doch stattfinden: Das Neustadtlab auf der Schützenmatte. Es soll auch ohne Geld der Stadt ein Erfolg werden.

Bühne, Bars und Blumen bei der Neustadtlab-Durchführung 2016: Die Schützenmatte soll sich dieses Jahr doch noch bunt präsentieren.
Bühne, Bars und Blumen bei der Neustadtlab-Durchführung 2016: Die Schützenmatte soll sich dieses Jahr doch noch bunt präsentieren.
Franziska Rothenbühler
Statt Geld gibt es Gebührenerlass.
Statt Geld gibt es Gebührenerlass.
zvg/Joanne Van Spyk
Losgehen soll es am 31. Juli.
Losgehen soll es am 31. Juli.
Franziska Rothenbühler
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Was Anfang Juni noch auf der Kippe stand, funktioniert nun plötzlich: Das sogenannte Neustadtlab auf der Berner Schützenmatte findet nun vom 31. Juli bis am 25. September statt. Das Projekt wurde zwar vom Verein zunächst als gescheitert erklärt, als er keine finanzielle Unterstützung von der Stadt erhielt. Die Stadt hatte es versäumt, rechtzeitig einen Kredit zu sprechen. Nach Verhandlungen mit der Präsidialdirektion hat das neue Organisationskomitee Neustadtlab 2017 jedoch beschlossen, die Zwischennutzung auf der Schützenmatte diesen Sommer auch ohne Kredit der Stadt auf die Beine zu stellen.

Warum aber dieser Sinneswandel? Die Organisatoren erhofften sich eine längerfristige Belebung der Schützenmatte, sagt Diego Dahinden vom Nachtclub Kapitel und Mitglied des Komitees. Eine Motivation der Veranstalter sei, dass die Stadt das Projekt nächstes Jahr wieder mitfinanziere. «Die Finanzierung für nächstes Jahr ist noch nicht offiziell abgesegnet, aber wir sind guter Dinge», sagt Dahinden. In den letzten zwei Jahren habe alles gut geklappt. «Wir wollen unsere Verantwortung wahrnehmen und den Platz weiterhin beleben – auch ohne finanzielle Unterstützung.»

Keine Gebühren

«Für mich hatte der Verein Neustadtlab immer Priorität», sagt der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL). Deshalb verzichtete die Stadt darauf, aktiv auf andere potenzielle Veranstalter zuzugehen und Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Die Stadt leistet diesen Sommer zwar keine finanzielle Unterstützung, doch wird sie die Schützenmatte den Veranstaltern gebührenfrei überlassen, wie die Stadt mitteilt. Diese Massnahme ist aber nicht neu: Die Miete für die Schützenmatte ist dem Neustadtlab auch bisher erlassen worden, wie von Graffenried bestätigt. Von der Stadt werde auch administrative Hilfe angeboten. «Dazu gehören je nach Bedarf die Organisation von Sitzungen sowie Unterstützung bei Bewilligungen», sagt er. Und nächstes Jahr? Wird die Stadt dem Projekt finanziell unter die Arme greifen? «Das ist noch offen», sagt von Graffenried, «es sind noch zu viele Fragen ungeklärt, um Zusagen für das nächste Jahr zu machen.» Es komme darauf an, wie es mit der Beschwerde gegen die Aufhebung der Parkplätze auf der Schützenmatte weitergehe. Die Stadt sei aber bereit, rechtzeitig eine Neuauflage des Neustadtlabs zu prüfen.

Kein Zeitdruck

Für die Organisatoren ist klar, dass das Neustadtlab dieses Jahr viel mehr freiwilliges Engagement bedingt, wie Ramon Stricker, Mitglied des Komitees Neustadtlab, sagt. Eine Massnahme, um die finanzielle Lücke zu schliessen, ist auch der Verkauf von «Soli-Bändeli». Besucher können so einen freiwilligen Beitrag an das Projekt leisten. «Wir wollen auf dem Platz nichts aggressiv vermarkten», sagt Stricker. Das Angebot soll weiterhin ohne Eintrittspreis zugänglich sein.

Da das Projekt am 31. Juli beginnen soll, steht den Veranstaltern nicht mehr allzu viel Zeit zur Verfügung. Stricker und Dahinden spüren keinen Zeitdruck. «Wir haben zwei Jahre Erfahrung und werden daraus schöpfen», sagt Dahinden. Das Neustadtlab werde aus Zeitgründen nicht etwa kleiner, sondern im gleichen Rahmen wie in den vergangenen Jahren stattfinden. Aber statt zwei Bars sollen heuer drei betrieben werden. «Die finanzielle Lücke werden die Besucher nicht bemerken», sagt Stricker.

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