Neuer Ansprechpartner für Schützenmatte-Umgestaltung

Der neugegründete Verein Neustadt Bern will die Umgestaltung der Schützenmatte gegenüber der Stadt koordinieren. Er organisiert auch das Neustadt-Lab 2017.

Die Schützenmatte als Begegnungsort statt Parkplatz: Das ist das Ziel des Vereins Neustadt Bern. (Archiv)

Die Schützenmatte als Begegnungsort statt Parkplatz: Das ist das Ziel des Vereins Neustadt Bern. (Archiv)

(Bild: Valérie Chételat)

In Projekt um eine autofreie Schützenmatte gibt es einen neuen Mitspieler: Am Dienstag hat sich der «Verein Neustadt Bern» gegründet, wie dieser in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Das Hauptziel des Vereins: Die Förderung der «Lebensqualität des öffentlichen Raums» im Grossraum Schützenmatte. Der Verein sehe sich als Ansprechpartner für die Stadt in der Neugestaltung dieses Perimeters, wie Vorstandsmitglied Jürg Lüdi auf Anfrage sagt.

Zusammengeschlossen haben sich vorerst die Bollwerkstatt, das Kapitel, das Restaurant O’bolles, die Schule für Gestaltung Biel Bern, die Technische Fachschule, der Förderverein der Reitschule sowie die Veranstalter des Una-Festivals und der «Wakkelbar», welche bei der letzten sommerlichen Zwischennutzung auf der Schützenmatte die Konzertbühne «Solstage» betrieben hatten. Dabei soll es aber nicht bleiben: «Wir suchen weitere Mitstreiter», sagt Lüdi.

Diese breite Koalition soll die verschiedenen Ansprüche sammeln und im Mitwirkungsverfahren zur Umgestaltung für «den Ausgleich von Nutzungsinteressen als Spiel- und Sportplatz, Begegnungs-, Aufenthalts-, Veranstaltungs- und Kunstraum» sorgen.

Konkrete Projektvorhaben hat der Verein noch nicht. Die erste Vorstandsitzung findet gemäss Lüdi Ende November statt. Als Verein habe man deshalb auch noch keinen offiziellen Kontakt mit der Stadt aufgenommen, wie Lüdi sagt. Einzelne Protagonisten standen aber schon während den Zwischennutzungs-Projekten Neustadt-lab in den vergangenen zwei Jahren mit den Behörden in Kontakt. So war etwa Lüdi selbst für die Koordination und die Kuration der Zwischennutzung verantwortlich. Auch das Organisationskomitee für die Ausgabe 2017 rekrutiert sich aus dem neuen Verein.

Politischer Entscheid steht bevor

In welche Richtung die Umgestaltung auf der Schützenmatte gehen soll, wird unter anderem am Donnerstagabend im Stadtrat entschieden. Traktandiert ist der Entscheid des Parlamentes über das Nutzungs- und Entwicklungskonzeptes für die Schützenmatte, welches der Gemeinderat erarbeitet hat. Es sieht unter anderem vor, den Parkplatz aufzuheben und einen «multifunktionalen Platz» zu schaffen. Weiter sollen auch Zugang und Nutzung des Aarehang, der Hodlerstrasse, de Brückenkopfes der Lorrainebrücke und des Eilguareal verbessert werden.

Neben dem Konzept geht es auch um Geld: Der Stadtrat soll den bisher bewilligten Kredit um 400’000 Franken auf 1,15 Millonen erhöhen. Zudem muss er dem Einnahmeverlust aus den Parkplatzgebühren ab 2017 von 600’000 Franken jährlich genehmigen.

zec

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt