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Neue Wege im Tierschutz

Der Kanton Bern setzt im Tierschutz vermehrt auf Früherkennung und auf bessere Informationsflüsse. Die Meldepflicht wird auf die Gemeinden und andere Organisationen und Institutionen ausgedehnt. Der Regierungsrat hat die entsprechende Verordnung verabschiedet.

In der Landwirtschaft hatten sich letztes Jahr Tierschutzverletzungen gehäuft.
In der Landwirtschaft hatten sich letztes Jahr Tierschutzverletzungen gehäuft.

Mit der vollständigen Überarbeitung der kantonalen Tierschutzbestimmungen setzt der Kanton Bern den Vollzug des neuen, seit 1. September 2008 geltenden Tierschutzrechts des Bundes um. Auch neue Erkenntnisse seit dem Winter 2008, als sich Verstösse gegen den Tierschutz in der Landwirtschaft häuften, sind in die erarbeitete Verordnung eingeflossen.

Mit einer verstärkten Früherkennung soll Tierschutzproblemen in Nutz-, Heim- und Wildtierhaltung aktiv vorgebeugt werden. Zu diesem Zweck werden die Koordination zwischen dem kantonalen Veterinärdienst und anderen Akteuren besser geregelt.

Neu können auch Tierärztinnen und Tierärzte ohne Verletzung ihrer beruflichen Schweigepflicht bei schwer wiegenden Tierschutzverstössen dem Veterinärdienst Meldung erstatten. Andere im Tierschutzvollzug tätige Private, die Gemeinden und die Polizei werden verpflichtet, Verstösse zu melden.

Begleitung für Landwirte

Vorgesehen sind neu auch Begleitgruppen für Halterinnen und Halter von landwirtschaftlichen Nutztieren. Diese Massnahme trägt dem Umstand Rechnung, dass die Vernachlässigung von Nutztieren meistens mit einer schwierigen persönlichen Situation der Landwirtin oder des Landwirts im Zusammenhang steht.

Die Verordnung sei bei einer vorgängigen Befragung auf hohe Akzeptanz gestossen. Die involvierten Behörden und Verbände sind laut dem Kanton überzeugt, dass mit den neuen Vollzugsinstrumenten das Tierschutzniveau im Kanton Bern erhöht werden kann.

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