Neue «Sprungbrett-Wohnung» für Behinderte in Bern

In Berns Westen gibt es ein neues Angebot für Behinderte, welche das selbständige Wohnen testen wollen.

Blick in die Siedlung Stöckacker Süd. (Archiv)

Blick in die Siedlung Stöckacker Süd. (Archiv) Bild: Adrian Moser

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Die Stadt Bern schafft ein neues Wohnangebot für Menschen mit Behinderung. In der «Sprungbrett-Wohnung» sollen die Betroffenen während maximal sechs Monaten den Schritt in ein selbständiges Wohnen erproben können.

Das Angebot in der städtischen Siedlung Stöckacker-Süd richtet sich an Behinderte, die über eine gewisse Selbständigkeit verfügen, derzeit aber in einer Institution, in einer Wohngruppe oder noch bei den Eltern leben. Der Einzug in die möblierte «Sprungbrett-Wohnung» sollen ihnen ermöglichen, das selbständige Wohnen zu testen.

Spätestens nach sechs Monaten muss jedoch eine Anschlusslösung gefunden werden. Vermieter ist der Verein WOhnenbern. Koordiniert wird das Wohnprojekt von der Behindertenkonferenz Stadt und Region Bern, die das Projekt initiiert hatte, wie die Stadt Bern am Donnerstag mitteilte.

Möglich wird das selbständige Wohnen durch einen Paradigmenwechsel bei der Finanzierung: Im Kanton Bern soll die Behindertenhilfe von der Objekt- in die Subjektfinanzierung überführt werden. Dies bedeutet, dass die Betroffenen eine individuelle Kostengutsprache erhalten und selber entscheiden können, wie sie dieses Geld einsetzen wollen.

Die Stadt Bern erinnert in der Mitteilung auch daran, dass die Uno-Behindertenrechtskonvention seit 2014 auch die Schweiz dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderungen vollumfänglich in die Gesellschaft einzubeziehen. Das selbständige Wohnen sei eine wichtige Voraussetzung dafür, frei und unabhängig leben zu können. (zec/sda)

Erstellt: 17.05.2018, 12:48 Uhr

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