Neue Schwimmhalle im Marzili oder auf dem Gaswerk-Areal

Die Stadt will auf dem Gaswerk-Areal oder im Marzili eine 50-Meter-Schwimmhalle bauen, die das alternede «Mubeeri»-Bad ersetzen soll.

Die Stadt will eine neue Schwimmhalle im Marzili oder auf dem Gaswerk-Areal bauen.

Die Stadt will eine neue Schwimmhalle im Marzili oder auf dem Gaswerk-Areal bauen.

Die Suche nach einem Ersatz für das sanierungsbedürftige Hallenbad «Mubeeri» im Hirschengraben geht in die nächste Runde. Der Gemeinderat informierte über die möglichen Standorte für eine neue 50-Meter-Schwimmhalle. Infrage kämen:

• das Gaswerkareal gleich neben der Monbijoubrücke. Die hier vorgesehene Parzelle befindet sich derzeit in Besitz von Energie Wasser Bern. Das Verkaufsrecht liegt aber bei der Stadt Bern . . .

• . . . oder der rund 200 Meter entfernte Veloparkplatz gleich neben dem Haupteingang des Marzili-Freibads. Um Platz für die Halle zu schaffen, müsste allerdings ein angrenzendes Gebäude abgerissen werden.

Das Meinen-Areal im Mattenhof, welches eine Zeit lang als Standort gehandelt wurde, scheidet hingegen aus. Es komme aus Platzgründen nicht infrage, heisst es dazu in der gemeinderätlichen Medienmitteilung. Definitiv nicht mehr weiterverfolgt werden auch die Standorte Weyermannshaus, wo bereits eine Schwimmhalle steht, sowie die Wankdorf-City. Diese sei zu weit entfernt vom Stadtzentrum, so die Begründung.

Olibet: Noch kein Favorit

Eine Projektgruppe hatte die verschiedenen Standorte ausgeleuchtet. Für sie bietet eine Halle direkt neben der Aare mehrere Vorteile: Die überdachten Bäder wären dann ausgeglichen über das Stadtgebiet verteilt. Zudem wäre das neue Schwimmbad sehr zentrumsnah gelegen. Eine Machbarkeitsstudie soll nun aufzeigen, welcher der Standorte besser geeignet ist. Sie bevorzuge keine der beiden Optionen, hält Sportdirektorin Edith Olibet (SP) auf Anfrage fest. «Wir behandeln sie gleichwertig. Einen Favoriten gibt es noch nicht.»

Wie viel eine neue Halle kosten könnte und wann sie gebaut würde, ist noch unklar. Laut Olibet soll über das Finanzierungsmodell bis ins dritte Quartal 2012 Klarheit bestehen. Als Termin für die Fertigstellung des Beckens gilt schon seit längerem das Jahr 2018.

FDP: «Mubeeri» soll bleiben

Die Suche nach dem «Mubeeri»-Ersatz hat sich zum Politikum entwickelt: Der Gemeinderat möchte das Bad schliessen – FDP und SVP hingegen wollen es sanieren und es zu diesem Zweck notfalls verkaufen. FDP-Fraktionspräsident Bernhard Eicher findet die vorgeschlagenen Standorte für die neue Halle denn auch gut. Aber: «Es kommt trotzdem nicht infrage, das ‹Mubeeri› abzureissen», sagt er dem «Bund». Das neue Becken sei eher für Profis und Schwimmvereine geeignet, das «Mubeeri» hingegen für die breite Bevölkerung. Man brauche beide Hallen.

Eicher schlägt vor, dass die Stadt zur Finanzierung des neuen Bades mit Privaten eine Partnerschaft eingeht. Der Gemeinderat ist an einem solchen Finanzierungsmodell prinzipiell interessiert, wie er dem Stadtparlament kürzlich mitteilte.

Der Bund

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