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Neubau der International School verzögert sich um mehrere Jahre

Bis die International School in Gümligen realisiert wird, dauert es mindestens noch zwei Jahre. Gerüchte, wonach das Projekt vom Tisch sei, dementiert die Schule aber.

Warten auf den Neubau: Die International School in Gümligen.
Warten auf den Neubau: Die International School in Gümligen.
Adrian Moser

In Muri-Gümligen war man sich einig: Mit wuchtigen 86,8 Prozent sprachen sich die Stimmberechtigten im Juni 2010 klar für die Umzonung im Gebiet Siloah Süd aus. Die International School of Berne (ISBerne) sollte dort baldmöglichst einen Neubau realisieren können. Seit Jahren möchte die Schule expandieren. Am jetzigen Standort an der Mattenstrasse platzt sie aus allen Nähten. Obwohl die Gemeinde das Projekt priorisiert hat, hat sich in Sachen Neubau seither wenig getan. Wie Bauverwalter Rolf Eberhard auf Anfrage bestätigt, liegt der Gemeinde bisher kein Bauprojekt vor. Letzte Woche reichte Beat Wegmüller (SP) im Parlament deshalb eine Interpellation ein. Der Gemeinderat wird darin ersucht, zum Stand der Planungsarbeiten Auskunft zu geben. Immerhin habe die Gemeinde ihrerseits das Projekt «mit Hochdruck» behandelt, begründet Wegmüller seinen Vorstoss.

Die Gemeinde hatte sich tatsächlich grosse Mühe gegeben: Unter anderem hatte der Gemeinderat die Ortsplanungsrevision in vier Teilschritte etappiert und die ISBerne-Umzonung im Wissen um die Dringlichkeit als erstes der vier Geschäfte zur Abstimmung gebracht.

Zuerst Schulstruktur festigen

Schuldirektor Kevin Page räumte gestern gegenüber dem «Bund» ein, dass sich der Bau verzögert. Frühster Einzugstermin ist demnach nicht mehr 2012, wie ursprünglich geplant, sondern 2014. Gerüchte, wonach die Kooperation der ISBerne mit einem US-amerikanischen Bildungskonzern das Bauprojekt gar zu Fall bringen könnte, dementiert die ISBerne.

«Die Neubaupläne sind in keinster Weise vom Tisch», sagt Schuldirektor Kevin Page. «Wir stehen hinter dem Standort Gümligen und sehen uns auch weiterhin einer herausragenden Schulbildung verpflichtet.» Um Letzteres garantieren zu können, sei die ISBerne im Januar eine Zusammenarbeit mit K12 Inc. eingegangen, dem führenden US-Anbieter von Online-Lehrplänen. Bevor die Pläne für den Neubau weiter vorangetrieben werden konnten, habe die neue Schulstruktur gefestigt werden müssen, erklärt Page. Aber: «Wir brauchen definitiv einen neuen Campus.» Wann das ausgearbeitete Bauprojekt mit Schulgebäude, Sportanlage und Dreifachturnhalle vorliegt, können die Verantwortlichen der ISBerne dennoch nicht sagen. Klar ist aber: Der Einzugstermin verschiebt sich um mindestens zwei Jahre.

Gemeinde hat Verständnis

Für Gemeindepräsident Hans-Rudolf Saxer (FDP) ist diese Verzögerung verständlich und nachvollziehbar. Immerhin hätten sich seit der Abstimmung 2010 die Eigentumsverhältnisse der ISBerne massgeblich geändert. K12 nehme mit der nochmaligen Prüfung der Projektierung lediglich seine Sorgfaltspflicht wahr. Er sei zuversichtlich, dass die Planung zügig vorankomme, so Saxer. Dies sei auch im Interesse der Gemeinde. Diese hat mit der ISBerne vertraglich vereinbart, dass die örtlichen Sportvereine während 20 Jahren zehn Stunden pro Woche die Sporthalle unentgeltlich benützen dürfen. Namentlich dem Handballklub BSV Bern Muri soll die neue Halle zugutekommen. Der Klub möchte seine Spiele und Trainings künftig primär in dieser Halle abhalten.

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