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«Nein, aber» zur Aussichtsplattform am Stockhorn

Dem Thuner Regierungsstatthalter liegt nun das Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) zur ringförmigen Aussichtsplattform vor, welche die Stockhornbahn am Thuner Hausberg bauen will.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Stockhorn ein «Piercing» erhält, ist nach dem Gutachten der Kommission gesunken. (zvg)
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Stockhorn ein «Piercing» erhält, ist nach dem Gutachten der Kommission gesunken. (zvg)

Die ENHK sagt «Nein, aber» zum Projekt. Laut einer Mitteilung von Statthalter Marc Fritschi findet die ENHK die geplante Plattform zwar an sich gut gestaltet. Sie sei vom Fuss des Stockhorns bei Oberstocken aus kaum zu sehen.

Dennoch würde die Plattform laut der ENHK die Landschaft beeinträchtigen, da sie vom Gebiet Walalpgrat/Baachegg aus als technischer Fremdkörper sichtbar wäre. Durch dieses Gebiet verlaufen vielbegangene Wanderwege zum Stockhorn.

«Einer kleineren Aussichtsplattform könnte die ENHK dagegen voraussichtlich zustimmen», schreibt Fritschi. Der Thuner Statthalter als Baubewilligungsbehörde hat nun die Stockhornbahn AG aufgefordert, ihm mitzuteilen, ob sie am Baugesuch festhält oder das Projekt ändern oder zurückziehen will. «Über das weitere Vorgehen wird anschliessend zu entscheiden sein», schreibt Fritschi.

Stockhornbahn-Geschäftsführer Alfred C. Schwarz sagte am Dienstag auf Anfrage, das Unternehmen halte grundsätzlich am Projekt fest. Zusammen mit Architekten und Ingenieuren werde es nun analysieren, ob die Vorschläge der ENHK umsetzbar seien. Im Spätsommer werde die Stockhornbahn übers weitere Vorgehen entscheiden.

Noch vier Einsprachen hängig

Die Stockhornbahn gab im August 2010 ihre Pläne für eine ringförmige, an ein Nasen-Piercing erinnernde Aussichtsplattform mit 13 Metern Durchmesser unterhalb des Stockhorngipfels bekannt. Der begehbare Steg soll von einem der zwei bestehenden Aussichtsfenster in der Stockhornwand zum anderen führen.

Insgesamt zehn Einsprachen gingen gegen das Bauvorhaben ein, sechs wurden später zurückgezogen. Nach wie vor auf dem Tisch liegen Einsprachen der Organisationen Mountain Wilderness, Alpenclub, Pro Natura und Stiftung Landschaft Schweiz.

Dass die ENHK ein Gutachten erstellen soll, beantragte die Stockhornbahn selber.

SDA/dam

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