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Nause informiert sich über Lausanner Nachtleben

Eine Berner Delegation um Reto Nause stürzte sich ins Nachtleben von Lausanne, um sich mit den Behörden der Westschweizer Partystadt auszutauschen.

Verwandelt sich in der Nacht zur Partystadt der Westschweiz: Lausanne.
Verwandelt sich in der Nacht zur Partystadt der Westschweiz: Lausanne.
Jean-Christophe Bott

Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause ist im Zusammenhang mit den Diskussionen über das Nachtleben zu einem Erfahrungsaustausch nach Lausanne gereist. Dort fand am Freitagabend ein Treffen mit Vertretern der Lausanner Behörden statt.

Auf dem Programm stand auch ein nächtlicher Rundgang durch die Quartiere bis um 3.30 Uhr, wie die Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie der Stadt Bern am Montag mitteilte. Die Situation in Bern könne man zwar nicht 1:1 mit jener in Lausanne vergleichen. Trotzdem sei ein solcher Austausch sehr wertvoll, sagte Nause gemäss der Mitteilung.

Der CVP-Gemeinderat sieht vor allem einen wichtigen Unterschied: In Bern sind die Öffnungszeiten kantonal geregelt, während dies in Lausanne eine kommunale Angelegenheit ist. Nach Ansicht Nauses ist das ein wichtiges Mittel, um Probleme anzugehen.

Zum Besuch in Lausanne wurde Nause von Vertretern der Kantonspolizei Bern, des Vereins Pro Nachtleben, der Bar- und Clubkommission, der Innenstadtorganisation Berncity und des Präventionsangebots Pinto begleitet. Der Besuch wird nun ausgewertet. Die Ergebnisse könnten dann in die Arbeiten zum Konzept Nachtleben der Stadt Bern einfliessen, wie der Gemeinderat weiter mitteilte.

Partystadt in der Westschweiz

Auch der Lausanner Sicherheitsdirektor Grégoire Junod betonte die Wichtigkeit des Austausches zwischen verschiedenen Städten der Schweiz zum Thema Sicherheit. Zudem sei Lausanne zurzeit daran, Beispiele von sozialen Interventionsprojekten zu analysieren, wie es sie in der Deutschschweiz an verschiedenen Orten gebe, so auch in der Stadt Bern mit Pinto.

Lausanne gelte gemeinhin als «Partystadt der Westschweiz», schreiben die Behörden. Jedes Wochenende strömen Tausende von jungen Erwachsenen für den Ausgang in die Stadt. In den letzten Jahren kam es deswegen vermehrt zu Problemen.

Die Stadt Lausanne hat deshalb im Frühjahr eine Reihe von Massnahmen ergriffen, um das Nachtleben friedlicher und sicherer zu gestalten. Zu den Massnahmen zählen Sicherheitsauflagen für Klubs und ein eingeschränkter Alkoholverkauf in Geschäften. Ab dem 1. September müssen Geschäfte in Lausanne, die Alkohol verkaufen, an Wochenenden ab 20.00 Uhr geschlossen sein.

SDA/bs

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