Nause fordert Krisensitzung

Nach den Ausschreitungen bei der Reitschule am Wochenende kündigt Sicherheitsdirektor Reto Nause eine Krisensitzung an.

Will mehr als ein «konstruktiver Dialog»: Berns Sicherheitschef Reto Nause.

Will mehr als ein «konstruktiver Dialog»: Berns Sicherheitschef Reto Nause.

(Bild: Franziska Scheidegger)

Adrian Müller@mueller_adrian

Am Wochenende kam es gleich zweimal zu Krawallen vor der Reitschule. Besonders heftig krachte es in der Nacht auf Sonntag: Gewalttäter zündeten selbst errichtete Strassensperren an und griffen die angerückte Polizei und die Feuer­wehr vom Dach der Reitschule mit Steinen an. Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause spricht von einer feigen Attacke und ­einer neuen Dimension von Gewalt. «Wir können von wahnsinnig viel Glück sprechen, dass wir keine Schwerverletzten zu beklagen haben.» Die Menge der Steine, die vom Dach der Reitschule geworfen wurden, deute darauf hin, dass der Angriff vorbereitet gewesen sei. Das zeige, dass das Sicherheitskonzept nicht funktioniere.

Nause kündigt eine Krisensitzung an, bei der auch der Regierungsstatthalter zugegen sein müsse. Dieser entscheidet über die Betriebsbewilligung der Institution. Alexander Tschäppät habe mit den Reitschulbetreibern einen «konstruktiven Dialog» gesucht. «Dieser hat wohl doch nicht so viel gebracht», sagt Nause.

Die Reitschulbetreiber hätten letzte Woche selber eingestanden, dass sie ein Sicherheitsproblem auf dem Vorplatz hätten. «Dass die Betreiber weiterhin nicht mit der Polizei ­zusammenarbeiten, ist falsch.» Die Verantwortlichen distanzierten sich in einer Mitteilung von gestern von den Angriffen auf die Feuerwehr, die Gewalt gegen die Polizei hingegen wird nicht explizit verurteilt. Zudem kritisieren sie, dass die Polizei bei den Parkplätzen patrouillierte. Viele sähen dies als Provokation.

Der Bund

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