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«Natürlich wollen wir, dass die Schützenmatte belebt wird»

Die ersten beiden Ausgaben des Neustadt-Labs hätten genügt, um die nötigen Erkenntnisse zu gewinnen, sagt Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL).

Wie die Schützenmatte in diesem Sommer belebt wird bleibt unklar.
Wie die Schützenmatte in diesem Sommer belebt wird bleibt unklar.
Franziska Rothenbühler

Herr von Graffenried, wieso will die Stadt kein weiteres Neustadt-Lab? Klar wollen wir das Neustadt-Lab! Schliesslich soll die Schützenmatte in diesem Sommer wieder belebt werden. Leider ist es rechtlich gar nicht zulässig, das verlangte Geld zu sprechen. Dafür hätte es eine Erhöhung des ursprünglichen Kredits bedurft. Um eine Krediterhöhung in den Stadtrat zu bringen, ist die Zeit nun zu knapp.

Könnte man das Geld nicht einfach aus verschiedenen Kassen nehmen, etwa für Kulturförderung oder Kulturvermittlung? Wir haben das abklären lassen: Die juristische Lage ist klar. Wir können das Geld nicht losgelöst von den letztjährigen Krediten sprechen.

Dann hat man also vergessen, das Geschäft rechtzeitig aufzugleisen? Nein, man hat es nicht vergessen. Wir haben dafür gesorgt, dass der Parkplatz frei sein wird und auch, dass der Platz unentgeltlich bespielt werden kann. Einen Beitrag wie in den letzten Jahren wurde aber nicht eingeplant. Ich habe erst bei einem Treffen vor ein paar Wochen mit Vertretern des Vereins erfahren, dass für die Organisation auch noch ein Beitrag der Stadt nötig ist. Wäre dies im Februar geschehen, hätte es womöglich noch gereicht. Ausserdem sind wir bereit, einzelne Kunst- und Kulturprojekte finanziell zu unterstützen.

Bisher lag der Lead aber bei der Stadt, die ein Interesse an einer Belebung der Schützenmatte hat. In den letzten Jahren ging es darum, herauszufinden, wie man den Platz langfristig nutzen kann. Die ersten beiden Ausgaben des Neustadt-Lab haben genügt, um die nötigen Erkenntnisse zu sammeln. Diese Studie ist abgeschlossen.

Man bekommt das Gefühl, dass Sie das nicht bedauern. Täuscht das? Nochmals, wir wollen nach wir vor, dass die Schützenmatte belebt wird. Und ich bin auch sicher, dass es ohne städtischen Beitrag möglich sein wird.

Die im Verein organisierten Betriebe haben bereits kommuniziert, dass sie unter diesen Voraussetzungen nicht bereit seien, erneut mitzuwirken. Soll auf der Schützenmatte nun eine Art City-Beach entstehen? Sicher nicht. Wir wollen ein Angebot, das mit den Aktivitäten des letzten Jahrs vergleichbar ist. Der Platz muss für alle unentgeltlich zugänglich sein. Absperrung mit Eintritt kommt nicht infrage. Wir machen uns auf die Suche nach möglichen Veranstaltern. Interessierte können sich bei uns melden.

Es braucht nicht nur Veranstalter, sondern einen Organisator, der die Gesamtverantwortung übernimmt. Das sollte auch ohne Beitrag der Stadt möglich sein. Dieser Meinung sind übrigens auch mehrere Kulturveranstalter, mit denen ich Gespräche geführt habe.

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