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Nächster Schritt zum Hochschulzentrum

Wo einst Industriekamine rauchten, entsteht nun eine Denkfabrik: Das Hochschulzentrum von Roll in der Berner Länggasse rückt näher.

So soll das Institutsgebäude einst aussehen. (zvg)
So soll das Institutsgebäude einst aussehen. (zvg)

Die kantonale Baudirektorin Barbara Egger-Jenzer legte am Dienstag den Grundstein für das neue Institutsgebäude.

Der markante Neubau von rund 100 Metern Länge und 80 Metern Breite wird im Minergie-P-Standard erstellt, wie der Kanton Bern am Dienstag mitteilte. Das Institutsgebäude soll ab Herbst 2013 genutzt werden.

4500 Personen ein und aus

Rund 4000 Studierende und 500 Mitarbeiter werden hier ein- und ausgehen. Einquartiert sind die Pädagogische Hochschule, die Philosophisch-humanwissenschaftliche Fakultät und das Departement Sozialwissenschaften der Universität Bern.

In den drei Obergeschossen werden Seminarräume und Büros eingerichtet. Das Herzstück der ersten beiden Untergeschosse ist die grosse Freihand-Bibliothek. Darunter liegt der Zentralspeicher der Universitätsbibliothek, der 80 Kilometer Büchertablare enthält.

Die Baukosten für das Institutsgebäude belaufen sich auf rund 130 Millionen Franken. Bereits abgeschlossen ist der Umbau der ehemaligen Weichenbauhalle zu einem Hörsaalgebäude, das Anfang Juni in Betrieb genommen wurde.

Bewegte Geschichte

Regierungsrätin Egger-Jenzer erinnerte am Dienstag an die bewegte Geschichte des Areals in der Muesmatt. Erste Industriebetriebe siedelten sich vor 140 Jahren an. Ab den 1890er Jahren liessen die «Ludwig Von Rollschen Eisenwerke» die Kamine rauchen.

«Bis 1997 waren in der Muesmatt immer zwischen 200 und 400 Arbeiterinnen und Arbeiter vorwiegend mit schwerer körperlicher Arbeit beschäftigt», sagte Egger-Jenzer. Mit der Schliessung des Betriebs von Roll und dem Verkauf der einzelnen Gebäudeteile sei dann eine neue Phase eingeläutet worden.

«In Zukunft werden nicht nur der bereits bestehende Wohnpark und die zum Hörsaalgebäude umgebaute Weichenbauhalle das Gebiet auszeichnen», hielt Egger-Jenzer fest. Mit dem Neubau des Institutsgebäudes entstehe eine veritable Denkfabrik, die den Hochschulstandort Bern stärke.

SDA/vh

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