Nach RGM-Aus: GFL probiert es im Alleingang

Nach 24 Jahren ist das Bündnis der Rot-Grün-Mitte-Parteien zerbrochen. Bereits klar ist: Die GFL wagt den Sololauf. Die Fraktionspräsidentin erklärt, weshalb.

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Hanna Jordi

Keine gemeinsame Liste mehr im Lager von Rot-Grün-Mitte: Diesen Entscheid machten die Parteileitungen der Sozialdemokratischen Partei (SP), des Grünen Bündnisses (GB) und der Grünen Freien Liste (GFL) am Dienstag publik.

Doch wenn nicht als RGM-Block – wie treten die Parteien dann zur Wahl an? Während GB und SP über eine gemeinsame Liste verhandeln wollen, hat sich die GFL für den Alleingang entschieden. Dies sagt Janine Wicki, Fraktionspräsidentin der GFL: Eine allfällige neue Listenverbindung mit Parteien der Mitte oder aus dem bürgerlichen Lager komme für die GFL nicht infrage: «Wir treten alleine an».

Dies mit dem Risiko, als Partei, die 2012 9,4 Prozent der Stadtberner Stimmen holte, das Quorum von rund 15 Prozent nicht zu schaffen. Doch Wicki will nicht Forfait geben: «Mit Alec von Graffenried haben wir einen Kandidaten, der nicht nur im linken Lager, sondern bis weit in die Mitte hinein Stimmen abholen kann». Ein «Spaziergang» werde das nicht, aber machbar sei es.

Grund für den Bündnisbruch war, dass die grünen Parteien an ihren Kandidaturen für das Stadtpräsidium festhielten, während die grösste Bündnispartnerin, die SP, nur eine grüne Kandidatur akzeptieren wollte.

Der Bund

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