Zum Hauptinhalt springen

Münsinger Rechnung schliesst schlechter als erwartet

Die Gemeinde Münsingen weist in ihrer Rechnung 2010 ein Defizit von 2,3 Millionen Franken aus.

Aller guten Dinge sind drei – nicht so in Münsingen: Während die letzten zwei Rechnungen besser schlossen als budgetiert, weist die Rechnung 2010 ein höheres Defizit aus als erwartet. Im vergangenen Jahr wurden in Münsingen rund 73,8 Millionen Franken ausgegeben. Das sind 2,3 Millionen Franken mehr, als die Gemeinde eingenommen hat. Das Budget 2010 war von einem Aufwandüberschuss von gut einer Million Franken ausgegangen. Der Überschuss kann durch das Eigenkapital gedeckt werden. Dieses beträgt neu knapp 6,9 Millionen Franken. Wie die Gemeinde Münsingen gestern mitteilte, sind geringere Steuereinnahmen Grund für das höhere Defizit. Insbesondere seien die Steuereinnahmen juristischer Personen zurückgegangen, sagte Gemeindepräsident Erich Feller (Freie Wähler) auf Anfrage. Es müsse nun analysiert werden, welche Auswirkungen diese Mindereinnahmen auf das laufende Jahr haben könnten. Er gehe allerdings davon aus, dass ein Teil davon dank Neuzuzügern gedeckt werden könne. Zudem wurde der Steuersatz auf dieses Jahr hin von 1,49 auf 1,56 Einheiten angehoben. Dies mit dem Ziel, die Steuergesetzrevision des Kantons zu kompensieren.

Die Rechnung sei – abgesehen von den tieferen Steuereinnahmen – «überhaupt kein Problem», sagte Feller. Die Gemeinde hat im vergangenen Jahr weniger investiert als geplant: Anstelle der budgetierten 5,5 Millionen wurden knapp 4,4 Millionen ausgegeben. Es war demnach keine zusätzliche Verschuldung erforderlich. Das Parlament wird am 20. Juni über die Rechnung befinden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.