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Mühleberg-Gegner setzen Leuthard weiter unter Druck

Im Kampf gegen das AKW Mühleberg wenden sich die Gegner erneut an das Departement von Bundesrätin Doris Leuthard.

Die Atomkritiker verlangen in ihrem zweiten Gesuch, das Uvek solle ein temporäres Verbot der Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks anordnen. Auch die von der BKW angekündigten Massnahmen für die Nachrüstung des Atomkraftwerks in Mühleberg seien vorläufig zu verbieten, teilte das Komitee «Mühleberg Ver-Fahren» am Mittwoch mit. Die Verbote sollen nach Ansicht der Gesuchsteller gelten, bis die «zahlreichen offenen Sicherheitsfragen rechtskräftig geklärt sind».

Die AKW-Gegner fordern überdies Akteneinsicht in alle bei der Bundes-Aufsichtsbehörde ENSI hängigen Sicherheitsnachweise sowie ein externes Gutachten dazu. Ausserdem seien die Rund- und Vertikal- Ringsegmentnähte wie auch die Risse im Kernmantel des umstrittenen Atomkraftwerks zu prüfen.

Zurzeit befindet sich das AKW Mühleberg in der Sommerpause. Die BKW nahm es fünf Wochen früher als geplant vorübergehend vom Netz. Der Stromkonzern will die Zeit bis September nutzen, um die Sicherheit von Mühleberg mit Hochwasserschutz-Massnahmen zu erhöhen.

Die Mühleberg-Gegner hatten sich bereits im März an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) gewandt. Sie forderten damals die sofortige Ausserbetriebnahme aus Sicherheitsgründen. Das Uvek ging jedoch nicht darauf ein und suspendierte das Gesuch.

Seit langem kämpfen die Mühleberg-Gegner gegen die unbefristete Betriebsbewilligung, die das AKW Ende 2009 vom Bund erhielt. Das Dossier liegt zurzeit beim Bundesverwaltungsgericht.

SDA/bs

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