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Mühlebach soll Neumatt nicht mehr überschwemmen

Um Bach und Strasse im Bereich der unteren Flugplatzstrasse hochwassertauglich zu machen, soll die Kehrsatzer Bevölkerung einem Kredit von 900?000 Franken zustimmen.

Am 7. Dezember entscheidet sich an der Gemeindeversammlung in Kehrsatz unter anderem die Zukunft des Mühlebachs. In den letzten Jahren war es im Gebiet Neumatt mehrmals zu Überschwemmungen gekommen, weil die Rohre, in denen der Bach die Flugplatzstrasse unterquert, das Mehr an Wasser nicht fassen konnten. Um diesem Engpass beizukommen, müssen die alten Rohre ersetzt werden.

Im Betrag von 900 000 Franken, den die Regierung zur Genehmigung vorlegt, schlägt sich die neue Unterführung aber nur geringfügig zu Buche. Die Erneuerung der Flugplatzstrasse ist mit 560 000 Franken der kostspieligste Projektpunkt. Momentan neigt sich die Strasse seitlich gegen neun angrenzende Liegenschaften, was diese zu leichten Hochwasseropfern macht. Dieses Gefälle soll dereinst in Richtung Bach weisen, damit das Wasser abfliessen kann. Bei dieser Gelegenheit soll auch der Strassenbelag erneuert werden, der «in einem sehr schlechten Zustand ist, wie Gemeinderat Hans-Rudolf Mühlemann (svp), Ressortleiter Bau und Infrastruktur, an einem Informationsanlass für die Medien sagte.

Mehrkosten stiften auch die Renaturierungsmassnahmen, die das kantonale Wasserbaugesetz vorschreibt: Wird ein in Rohren verlaufendes Gewässer saniert, muss es in der Folge renaturiert werden. Dadurch rückt die Strasse als Ganzes ein Stück in Richtung Hang, wobei dem angrenzenden Landwirtschaftsbetrieb 2700 Quadratmeter Land abgezwackt werden. «Wie sich der Landwirt abgelten lassen wird für das eingebüsste Land, ist noch nicht klar», sagte Mühlemann. Ein Realersatz sei denkbar.

Eine Prognose, wie die Kehrsatzer den Verpflichtungskredit aufnehmen werden, mochte Gemeindepräsident Thomas Stauffer (fdp) nicht wagen: «900 000 Franken ist viel Geld», sagte er, «doch die Massnahmen rechtfertigen den Preis». Geschmälert wird der Betrag für den Umbau des 300 Meter langen Strassen- und Bachabschnitts voraussichtlich durch 168 000 Franken aus kantonalen Subventionen.

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