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Mit Slipeinlagen gegen Sexismus

Eine deutsche Schülerin hat weltweite Aufmerksamkeit erregt, indem sie Slipeinlagen mit feministischen Botschaften an Wände und Mauern klebte. Nun hat das Phänomen Bern erreicht.

Hingucker: Kampagne gegen Sexismus mit Slipeinlagen.
Hingucker: Kampagne gegen Sexismus mit Slipeinlagen.
Gianna Blum
Auch in Indien hat die Aktion Fuss gefasst.
Auch in Indien hat die Aktion Fuss gefasst.
Facebook/ Pads Against Sexism Delhi
Sie hat die Kampagne gestartet: Elona Kastrati aus Karlsruhe
Sie hat die Kampagne gestartet: Elona Kastrati aus Karlsruhe
Facebook/ Pads Against Sexism
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Manch einer und manch eine wird irritiert dreingeschaut haben. In Bern macht ein neues Phänomen die Runde: Etwa in der Lorraine kleben an verschiedenen Stellen Slipeinlagen. Wer die Binden angebracht hat, ist nicht bekannt, beschriftet sind sie alle mit derselben Aufschrift: «Pads against Sexism».

Nicht nur in Bern kleben Slipeinlagen an Mauern, Bushaltestellen und Strassenlaternen. Alles begann mit einer Karlsruher Schülerin. Wie «Spiegel Online» im März dieses Jahres berichtete, war die 19-jährige Elona Kastrati die Erste, die mit Slipeinlagen die Anti-Sexismus-Kampagne anstiess, welche inzwischen ein weltweites Ausmass erreicht hat. Sie klebte Damenbinden an Karlsruher Wände und versah sie mit Botschaften wie «Nenn mich nicht Schatz»,«My pussy, my choice» oder «Stell dir vor, Männer wären genauso angeekelt von Vergewaltigungen wie von der Periode».

Die Schülerin veröffentlichte Bilder davon unter dem Hashtag «PadsAgainstSexism» auf Tumblr, Twitter und Instagram – mit weltweiter Wirkung. Blitzschnell verbreitete sich die Aktion im Internet, inzwischen finden sich weltweit Anhänger, u.a. auch in Indien, wo bereits eine entsprechende Facebookseite gegründet wurde. «Ich wollte keine Aufmerksamkeit auf mich lenken, sondern nur provozieren», sagte Kastrati gegenüber dem «Spiegel». Es gehe ihr um Gleichberechtigung, um den Kampf gegen den für sie zu stark verbreiteten Sexismus und darum, dass Frauen auch 2015 immer noch nicht gleich viel Lohn wie Männer erhalten.

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