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«Mein Lebensstil passte ihnen nicht»

Unter den Jenischen bilden die Sesshaften die Mehrheit. Doris B. ist eine von ihnen. Dies allerdings erfuhr sie erst als Teenager. Denn in ihrer Familie war das Thema ein Tabu.

Ihre Herkunftsgemeinde wollte Doris B. bevormunden.
Ihre Herkunftsgemeinde wollte Doris B. bevormunden.
Adrian Moser

Doris B. möchte ihren vollen Namen nicht in der Zeitung lesen. Sie fürchtet, dass sie oder Verwandte diskriminiert werden könnten. Denn Doris B. ist eine sesshafte Jenische. Sie wohnt und arbeitet in der Umgebung von Bern. Ihre beiden Söhne sind bereits erwachsen. Auch sie sind sesshaft.

Die Angst vor Diskriminierung und das leichte Misstrauen beim ersten Kontakt mit Fremden erschliesst sich aus ihrer Geschichte. Sie wuchs wohlbehütet in Graubünden auf. Die jenischen Vorfahren waren in der Familie kein Thema, bis B. als Jugendliche Jenische kennen lernte. Diese sprachen sie auf die eigene Herkunft an. «Die Alten sagten zu mir, ich sei eine Jenische», erzählt B.

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