«Mehr Zeit, um der Alltagshektik zu begegnen»

Zauberer Martini wünscht sich mehr Zeit - oder ein iPhone, wenn es unbedingt sein muss.

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Marc Lettau

Zauberer Martini zögert nicht lange. Zuoberst auf seinem Wunschzettel steht schlicht: «Mehr Zeit. Mehr Freizeit. Mehr Zeit, um runterzufahren und all das zu tun, was zu kurz kommt.» In seinem zivilen Leben ist Zauberer Martini übrigens als Martin Bögli in Bern unterwegs – und zwar als «Logistikassistent im Bereich Distribution». Bögli lacht zauberhaft: «In eine verständliche Sprache übersetzt heisst das: Ich bin einfach Pösteler.» Aber auch als Pösteler wünsche er sich halt «mehr Zeit, um der Alltagshektik zu begegnen» und «deheime öppis z mache».

Nur lässt sich Zeit denkbar schlecht in Geschenkpapier wickeln und unter den Weihnachtsbaum legen. Welches wäre also sein Wunsch, wenns etwas Fassbares sein müsste? Der 55-Jährige kennt das Problem: «Man hat heutzutage ja praktisch alles.» Wer materielle Wünsche habe, gönne sich laufend etwas. Wenns aber unbedingt etwas sein müsse, wünsche er sich «das allerneuste iPhone». Nur ist es halt so: «Das alte funktioniert noch bestens.»

Frage an den Zauberer: Warum zaubern Sie sich dieses Ding nicht einfach herbei? Martini: «Meine Zauberei ist nur ein Spiel mit Illusionen. Um es erscheinen zu lassen, müsste ich es also doch zuerst haben. Aus dem Nichts kann ich es nicht hervorzaubern.» Er könnte sich ja grenzenlose Zauberkräfte wünschen? Ja, sagt Martini, und das würde sein Leben auch dramatisch verändern. Es genügt ihm momentan, mit Illusionen zu arbeiten: «Die Zauberei ist ein Geschenk für die anderen – und ich kann beim Zaubern auch etwas Energie tanken.»

Der Bund

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