Alpines Museum feiert Rettung mit Fest

Nach dem Nationalrat hat am Montag auch der Ständerat mehr Mittel für das Alpine Museum in Bern gesprochen. Jetzt gibt es ein spontanes Fest.

Nachdem der Museumsdirektor die Existenz des Alpinen Museums bedroht sah, unterschrieben über 16000 Personen eine Petition zugunsten des Museums.

Nachdem der Museumsdirektor die Existenz des Alpinen Museums bedroht sah, unterschrieben über 16000 Personen eine Petition zugunsten des Museums.

(Bild: zvg)

Vergangenes Jahr gab das Bundesamt für Kultur bekannt, den Beitrag an das Alpine Museum um drei Viertel zu kürzen; ein Schock für die Verantwortlichen des Hauses. Museumsdirektor Beat Hächler sah die Existenz der Institution in Gefahr, just, nachdem sich das Alpine Museum nach einer Neukonzeption zu einem Forum für alpenpolitische und -kulturelle Fragen gemausert hatte. Mit einer Rettungsaktion wurden Öffentlichkeit und Entscheidungsträger mobilisiert. Über 16'000 Personen aus allen Landesteilen unterzeichneten eine Petition zugunsten des Alpinen Museums. Auch aus dem europäischen Alpenraum kam Unterstützung.

Wie es nun im Newsletter des Museums heisst, soll spontan am Dienstag ein Fest im Museum stattfinden. Ab 18 Uhr kann man «mit dem ganzen Team auf die Rettung anzustossen». Für Speis und Trank sei gesorgt, heisst es.

Vergangene Woche stimmte der Nationalrat einer Erhöhung des Bundesbeitrags für Museen und Sammlungen um 530'000 Franken zu Gunsten des Alpinen Museums zu. Damit war ein wichtiger Vorentscheid gefallen. Entsprechend erleichtert zeigte sich Hächler am vergangenen Donnerstag. Am Montag zog nun der Ständerat nach und stellte die 530'000 Franken im Budget 2019 und in den Finanzplänen 2020 bis 2022 ein. In Zukunft will das Alpine Museum noch stärker zu einem nationalen Kompetenzzentrum für materielle und immaterielle alpine Kultur werden. Weiterentwickeln will Hächler gegenwartsnahe Themen unter Einbezug lokaler oder regionaler Akteure.

Als Beispiel nannte der Museumsdirektor etwa die laufende Ausstellung zum Thema Lawinen. Dazu habe man mit Leuten aus Airolo TI zusammengearbeitet. Die Ausstellung wird dort auch zu sehen sein. Ziel ist es, die Institution in der ganzen Schweiz sichtbarer zu machen.

mon/sda

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