Mehr Geld für die Berner Künstler

Die Stadt Bern will die Gelder für die Kulturförderung um 2,3 Millionen Franken erhöhen.

Unter den Glücklichen: Die Berner Dampfzentrale erhält – wie andere städtische Kulturinstitutionen auch – mehr Geld.

Unter den Glücklichen: Die Berner Dampfzentrale erhält – wie andere städtische Kulturinstitutionen auch – mehr Geld. Bild: Adrian Moser

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Der neue Geldsegen soll vor allem der direkten Förderung von einzelnen Projekten zugute kommen. Zudem sollen die städtischen Kulturinstitutionen gestärkt werden.

Das stärkste Wachstum ist bei der direkten Förderung von einzelnen Projekten geplant, wie die Präsidialdirektion der Stadt Bern am Freitag mitteilte. Vermehrt unterstützt werden sollen neue Arten von Kultur sowie gemeinsam und spontan produzierte Kultur.

Ein neuer Kredit will die Stadt für Kulturlokale in der Berner Altstadt schaffen. Zudem soll mehr Geld in günstige und attraktive Ateliers für Kunstschaffende investiert werden.

Profitieren von der höheren Kulturförderung sollen auch die städtischen Kulturinstitutionen. So sollen unter anderem die Dampfzentrale, das Theaterfestival Auawirleben, das Schlachthaus-Theater und das Haus der Religionen mehr Geld aus dem Kulturtopf erhalten.

Die Stadt Bern subventioniert aktuell 21 Kulturinstitutionen mit einem vierjährigen Leistungsvertrag, acht davon gemeinsam mit Kanton, Regionalkonferenz und Burgergemeinde Bern. Diese gemeinsam subventionierten Institutionen sollen nur leicht von der erhöhten Kulturförderung profitieren. Diese erhalten schon jetzt rund zwei Drittel des gesamten Budgets von Kultur Stadt Bern.

Schwerpunkt Kulturelle Teilhabe
Schwerpunkt der Vierjahresplanung soll unter anderem die kulturelle Teilhabe sein. Thematisieren will die Stadt dabei die Beteiligung der verschiedenen Gesellschaftsgruppen an der kulturellen Produktion.

Zur Diskussion stehe, wie weit sich Grenzen zwischen Kulturschaffenden und Publikum auflösen sollen, schreibt die Stadt im Bericht für die städtische Kulturförderung. Laut Präsidialdirektion ergänzt sich dieser Schwerpunkt mit dem Ziel des Gemeinderats, Bern zur Stadt der Beteiligung zu machen.

Die Vernehmlassung zur Vierjahresplanung dauert bis zum 2. Juli 2018. Danach wird das Geschäft überarbeitet und dem Gemeinderat vorgelegt. Hat dieser über die Vierjahresverträge für die Kulturinstitutionen entschieden, wird der Gemeinderat dem Stadtrat entsprechende Kredite unterbreiten.

Kredite, die mehr als 7 Millionen Franken betragen, müssen vom Berner Stimmvolk abgesegnet werden. Eine Abstimmung über diese Kredite wird voraussichtlich am 19. Mai 2019 stattfinden. (msc/sda)

Erstellt: 11.05.2018, 13:21 Uhr

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