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Mehr Besucher im Kunstmuseum nach der Fusion

Das Kunstmuseum Bern verzeichnet im Jahr nach der Fusion mehr, das Zentrum Paul Klee weniger Besucher.

Das Zentrum Paul Klee hatte im letzten Jahr weniger Besucher.
Das Zentrum Paul Klee hatte im letzten Jahr weniger Besucher.
Valérie Chételat

Das Kunstmuseum Bern haben im vergangenen Jahr rund 111'000 Personen besucht, das Zentrum Paul Klee in Bern deren 177'000. Damit haben die beiden Häuser, die sich seit gut einem Jahr unter dem Dach einer neuen Stiftung befinden, etwas besser und etwas schlechter abgeschlossen als im Vorjahr.

Das Kunstmuseum Bern steigerte im Vergleich zum Vorjahr die Besucherzahl um rund 20'500 Personen. Im Zentrum Paul Klee sank die Besucherzahl um rund 7500. Beide Häuser schlossen die Rechnung mit einem Gewinn ab, wie die Dachstiftung Kunstmuseum Bern (KMB) und Zentrum Paul Klee (ZPK) am Freitag mitteilte. Gesamthaft stieg damit die Zahl der Besucher in den beiden Berner Institutionen. Nicht nur deswegen zog die Dachstiftung KMB-ZPK am Freitag eine positive Bilanz des «Schlüsseljahrs» 2016, wie sie das vergangene Jahr nennt.

Das Zusammenführen der Organisationen unter das Dach der neuen Stiftung sei geglückt. Die operative Zusammenarbeit sowie das neue Geschäftsmodell funktioniere «optimal», schreibt Stiftungsratspräsident Jürg Bucher in den beiden Geschäftsberichten der zwei Häuser.

Auch seien bereits erste Synergiegewinne erzielt worden, schreibt die Dachstiftung KMB-ZPK in ihrer Mitteilung. Dies beim Personal und beim betrieblichen Aufwand. Die Stiftung beziffert die Einsparung mit 400'000 Franken.

Im August 2015 hatte die neue Dachstiftung die Arbeit aufgenommen. Sie war gegründet worden, um das Synergiepotenzial der beiden Berner Kunsthäuser zu nutzen und um Bern als Kunststadt besser zu positionieren.

Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee werden seit März 2016 von einer vierköpfigen Geschäftsleitung geführt. Zuvor hatten die beiden Häuser je einen Direktor. Der Geschäftsleitung steht seit vergangenem August Nina Zimmer vor. Vor allem die von beiden Häusern durchgeführte Ausstellung «Chinese Whispers. Neue Kunst aus den Sigg und M Sigg Collections» stiess im vergangenen Jahr auf grosses Interesse, dazu auch eine Ausstellung zu den Sammlungen des Liechtensteiner Fürstenhauses im KMB sowie «Paul Klee und die Surrealisten» im ZPK.

Der Betriebsgewinn beim ZPK beträgt rund 270'000 Franken, der Gewinn beim KMB 1,7 Millionen Franken. Es hat im Zusammenhang mit der Erbschaft Gurlitt den Immobilienbesitz des deutschen Kunsthändlers und einen Teil des Werkwerts aktiviert, um die in den Jahren 2014 bis 2016 aufgelaufenen Kosten sowie allfällige zusätzliche Verbindlichkeiten begleichen zu können.

SDA/nj

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