Mappamondo-Angestellte kämpfen um ihre Löhne

Der Konflikt um das Restaurant Mappamondo kommt vor die Schlichtungsbehörden. Die fristlos entlassenen Angestellen kämpfen um ihre nicht ausbezahlten Löhne.

Der Konflikt um das Restaurant Mappamondo kommt am Freitagvor die Schlichtungsbehörden.

Der Konflikt um das Restaurant Mappamondo kommt am Freitagvor die Schlichtungsbehörden.

(Bild: Google Street View)

Markus Dütschler

Am Freitag behandelt die Mietschlichtungskommission Bern-Mittelland ein heikles Dossier: die Causa Restaurant Mappamondo in der Länggasse. Sie muss klären, ob die Wimag Management AG den Untermietvertrag mit der Riviera Gastro Bern GmbH zu Recht gekündigt hat.

Riviera ficht die Kündigung als unrechtmässig an. Riviera-Geschäftsführer Markus Wechsler verschickt Pamphlete, in denen er die Gegenpartei, aber auch Regierungsstatthalter Christoph Lerch mit zum Teil happigen Vorwürfen überzieht. In einem Schreiben hatte er Lerch der Korruption bezichtigt, worauf dieser ankündigte, gegen die «absolut haltlosen, frei erfundenen» Vorwürfe Strafanzeige einzureichen.

«Unhaltbare Zustände» im Mappamondo

Lerchs Behörde hatte das Restaurant im November schliessen lassen, da dort unhaltbare Zustände herrschten. Inzwischen erstreiten entlassene Angestellte die Auszahlung ihrer Löhne. In zwei Fällen hat die Schlichtungsbehörde Bern-Mittelland am 14. Januar ihrem Begehren Recht gegeben und verfügt, dass die Riviera Beträge auszahlen muss. Dies geht aus dem Amtsblatt Kanton Bern hervor. In einem weiteren Fall hat sie einem Angestellten die Klagebewilligung erteilt: Er darf die Ansprüche vor Gericht geltend machen. Das kantonale Arbeitslosenkasse tritt als «Nebenintervenientin» auf: Sie hat fristlos Entlassenen Arbeitslosenentschädigung ausbezahlt, wie es das Arbeitslosengesetz vorsieht, und will das Geld von der Riviera zurück.

Wimag-Geschäftsführer Marco Wickart sagte auf Anfrage, er sei zuversichtlich, dass die Mietschlichtungskommission die Kündigung als rechtens anerkenne. Dann finde eine unangenehme Geschichte endlich ihr Ende. Unter der Regie der Riviera sei der Betrieb in anderthalb Jahren völlig aus dem Ruder gelaufen. Riviera-Geschäftsführer Wechsler war am Donnerstag nicht erreichbar.

Der Bund

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