Häftling stirbt auf der Bewachungsstation

Am Dienstagabend ist in einer Zelle der Bewachungsstation im Inselspital ein Insasse leblos aufgefunden worden. Als Todesursache steht eine Selbsthandlung im Vordergrund.

Auf der gesicherten Station im Inselspital sind pflegebedürftige Gefangene untergebracht. (Symbolbild)

Auf der gesicherten Station im Inselspital sind pflegebedürftige Gefangene untergebracht. (Symbolbild)

(Bild: Michael Schneeberger)

Am Dienstag, 8. Januar 2019, kurz vor 2315 Uhr, wurde der Kantonspolizei Bern gemeldet, dass in einer Zelle der Bewachungsstation im Inselspital in Bern ein Insasse leblos aufgefunden worden sei. Dies teilte die Kantonspolizei Bern am Donnerstag mit.

Trotz sofortiger Reanimationsmassnahmen konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Beim Verstorbenen handelt es sich um einen 34-jährigen Schweizer.

Die Kantonspolizei Bern hat unter der Leitung der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland Ermittlungen zum Todesfall aufgenommen. Stand der Untersuchungen, welche unter anderem am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern durchgeführt wurden, steht eine Selbsthandlung als Todesursache im Vordergrund. Hinweise auf Dritteinwirkung liegen nicht vor.

Mehrere Todesfälle von Häftlingen in Bern

Zuletzt verstarb vor einem guten Jahr Anfang Januar 2018 bereits ein Häftling auf der Bewachungsstation des Inselspitals. Die Polizei sprach auch damals von einem Suizid.

In den vergangenen Monaten kam es gleich zu mehreren Todesfällen von Häftlingen in Bern. An Weihnachten verstarb bereits ein 20-jähriger Häftling in seiner Gefängniszelle in der Stadt Bern.

Bereits im August verstarb ein Insasse des Regionalgefängnisses Bern in seiner Zelle. Die Polizei geht von einem Suizid aus.

nfe/pol

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