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Linienführung der Tramlinie ist bekannt

Die neue Tramlinie zwischen Köniz und Ostermundigen soll die übrigen Verkehrsteilnehmer so wenig wie möglich behindern. Die Bevölkerung wird aufgefordert sich zum Projekt zu äussern.

Nun ist bekannt, wo das Tram genau durchfahren soll.
Nun ist bekannt, wo das Tram genau durchfahren soll.
zvg

Wo möglich, soll das Tram auf einem eigenen Trassee fahren. An fast allen Haltestellen bestehen Überholmöglichkeiten. Das geht aus dem Entwurf des Vorprojekts hervor, den die bernische Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer am Montag vor den Medien präsentierte. Die Linienführung von «Tram Region Bern» nehme auch Rücksicht auf städtebaulich sensible Orte wie das Schloss Köniz und das Balsigergut in Kleinwabern, betonte die Regierungsrätin.

In Schliern bei Köniz, auf der Rüti Ostermundigen und in Kleinwabern sind Wendeschlaufen geplant. Auf der Rüti favorisieren die Planer dabei einen Tunnel als eleganteste, aber auch teuerste Variante.

Teuer wäre laut Egger-Jenzer auch die vorgesehene Vernetzung des Trams mit der S-Bahn beim Bahnhof Ostermundigen. In beiden Fällen seien endgültige Entscheide erst möglich, wenn genauere Kostenschätzungen vorliegen.

Nadelöhr in Bern

Durch die Berner Innenstadt wird die neue Linie auf den bestehenden Gleisen verkehren. Um die Hauptverkehrsachse etwas zu entlasten, soll deshalb die Buslinie 12 in die Bundesgasse verlegt werden.

Zusätzlich will die Stadt Bern zusammen mit dem Kanton das Projekt einer zweiten Tramachse in der Innenstadt vorantreiben, wie die Stadtberner Gemeinderätin Regula Rytz betonte. Das soll aber unabhängig vom Tram Region Bern geschehen.

Rytz und auch die Vertreter der Gemeinden Köniz und Ostermundigen betonten, dass die neue Tramlinie nicht nur eine planerische Herausforderung sei, sondern auch Chancen für eine städtebauliche Aufwertung böten.

Volkes Stimme gefragt

Grossen Wert legen alle drei Gemeinden auf die öffentliche Mitwirkung. Schliesslich seien die vorgeschlagenen Lösungen nicht sakrosankt, betonte die Könizer Gemeinderätin Katrin Sedlmayer. Informationsveranstaltungen in Köniz, Bern und Ostermundigen finden zwischen dem 7. und 22. Juni statt.

Die Bauarbeiten für das schätzungsweise 260 Millionen Franken teure Projekt sollen Ende 2014 beginnen. Der Zeitplan müsse unbedingt eingehalten werden, mahnte Regierungsrätin Egger-Jenzer, denn das Tramprojekt sei auf Bundesgelder angewiesen, befinde sich hier aber in harter Konkurrenz zu anderen Agglomerationsprojekten.

«Ohne Mitfinanzierung des Bundes schaffen wir es nicht», betonte sie. Man dürfe deshalb zwar über zusätzliche Projektteile nachdenken, doch müssten diese unabhängig von Tram Region Bern weiterverfolgt werden. Denn wenn der Bau später als 2014 begonnen werde, würden die Bundesgelder laut Egger-Jenzer anderswo fliessen.

SDA/vh

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