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Lichtspiel zügelt ins «Filmhaus Bern»

Jetzt ist es definitiv: Das Lichtspiel zieht ins Marzili-Quartier um und bezieht die Räume der Schauspielschule.

Das Lichtspiel zieht Ende März 2012 um.
Das Lichtspiel zieht Ende März 2012 um.
Franziska Scheidegger
Bisher war die Kinemathek im Fabrikgebäude an der Bahnstrasse 21 untergebracht.
Bisher war die Kinemathek im Fabrikgebäude an der Bahnstrasse 21 untergebracht.
Franziska Scheidegger
...Kinozubehör, Filmen, Werbematerial. in der Datenbank sind allein über 15'000 Filmdosen erfasst.
...Kinozubehör, Filmen, Werbematerial. in der Datenbank sind allein über 15'000 Filmdosen erfasst.
Franziska Scheidegger
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Ende August konnte man es im «Bund» bereits lesen, wenn auch noch ohne offizielle Bestätigung: Der Verein Lichtspiel verlässt ab März 2012 den Standort an der Bahnstrasse und zieht im Marziliquartier in die Räumlichkeiten der Schauspielschule in der früheren Ryff-Fabrik. Lichtspiel-Leiter David Landolf ist hochzufrieden: «Die Räume und der Charakter der historischen Fabrik an der Sandrainstrasse passen perfekt zu unseren Bedürfnissen und können ohne grössere Umbauten oder Veränderungen genutzt werden.»

Die Räume werden frei, weil der Fachbereich Theater der Hochschule der Künste ins Galgenfeld wechselt. Das Lichtspiel sah sich zum Ortswechsel gezwungen, weil im Zuge einer Grossüberbauung auf dem Areal rund um den Warmbächliweg das Gebäude 2013 abgerissen wird.

Leuchtturm der Filmkultur

In den vergangenen elf Jahren leistete das Team um David Landolf grosse Aufbauarbeit, nachdem es den Nachlass des 1998 verstorbenen Kinounternehmers und -sammlers Walter A. Ritschard übernommen hatte. Für seine Verdienste um die Archivierung und die Vermittlung von vorab regionaler Filmgeschichte erhielt das Lichtspiel – das den Status eines Museums geniesst – kürzlich den mit 100 000 Franken dotierten Kulturpreis der Burgergemeinde Bern.

An der Sandrainstrasse wird das Lichtspiel das ganze Dachgeschoss mit rund 1000 Quadratmeter Fläche belegen. Dazu gehören ein grosser und ein kleiner Saal mit 400 respektive 180 Quadratmeter Fläche, dazwischen liegt ein Trakt mit diversen kleinen Räumen. Während im grossen Saal die Zwischenwände entfernt und das Kino sowie Ausstellung, Schaulager und einzelne Arbeitslager eingerichtet werden, soll der kleine Saal als «Filmstudio» für Workshops und Sitzungen, aber auch als Aufnahmestudio und Filmschnittplatz genutzt werden.

Der Umzug eröffnet laut David Landolf «neue Perspektiven»: Da sich fünf Berner Filmproduzenten die Büroräume in den unteren Etagen aufteilen werden, könnten im «Filmhaus Bern» unter einem Dach Filmproduktion, -vermittlung und -archivierung vereint werden. Landolfs Zuversicht ist gross, dass aus der «Metamorphose des Lichtspiels» ein «Leuchtturm der Filmkultur entsteht, der weit über Bern hinausstrahlen wird».

Der Bund/klb

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