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Leserbriefe: «Rauchverbots-Demagogie»

Leserbriefschreiber nehmen Stellung zu einer Rauchverbots-Studie von Gastro Bern.

Die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens sind durch eine Vielzahl empirischer Studien hinlänglich belegt. Drei Viertel unserer Bevölkerung sind sich dessen bewusst und verzichten auf Zigaretten. Ihre Gesundheit wurde bis zur Einführung des Rauchverbots in Restaurants und Bars durch das Viertel der Rauchenden beeinträchtigt. Nun wird eine Umfrage zitiert, welche belegen soll, dass das Rauchverbot in unserem Kanton 1400 Arbeitsstellen gefährdet. Die Fragebogenaktion ist durch die Wirtelobby initiiert worden und genügt, wie die Initianten selber zugeben, keinen wissenschaftlichen Kriterien. Hier gilt wohl das Bonmot: «Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.» Der Berner Wirteverband würde mit einer seriösen und unabhängigen Studie, welche nicht nur Wirte, sondern auch die Raucher selber befragt, einiges an Glaubwürdigkeit gewinnen.

Hansjörg Ryser, Bern

Verluste der Gegenseite

Seit mehr als einem Jahrhundert ist die Schädlichkeit des Rauchens bekannt; seit mehreren Jahrzehnten wissen wir um die gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens; seit einigen Jahren verlangt eine Mehrheit einen wirksamen Schutz gegen die permanente Vergiftung der Atemluft, wozu auch ein Rauchverbot in allen öffentlich zugänglichen Gaststätten gehört. Offensichtlich hat das ein Teil der Wirte nicht begriffen, was nach der sonst von den Bürgerlichen stets so gelobten freien Marktwirtschaft jetzt ins Abseits führt. Warum thematisiert der «Bund» nicht auch die Gegenseite? Lungenkrankheiten und Erkrankungen des Zirkulationssystems bewirken nebst dem persönlichen Leid riesige medizinische Folgekosten und Arbeitsausfälle, was aber den Wirteverband anscheinend nicht interessiert. «Herrgottdonner, itz isch mer gwüss no der Schtumpe fasch i ds Bier gheit!» Ist das alles?

Jürg Röthlisberger, Cham

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