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Leserbrief: Was hat der Bahnhof mit Bad im «Hirzi» zu tun?

Ein Leserbriefschreiber kritisiert, wie einseitig das Thema der finanziellen Beteiligung von Zollikofen am Sportzentrum Hirzenfeld aufgenommen werde.

Es erstaunt doch einigermassen, wie einseitig das Thema der finanziellen Beteiligung von Zollikofen am Sportzentrum Hirzenfeld (Hirzi) aufgenommen und wie kritiklos die Position der Befürworter wiedergegeben und sogar ein Zusammenhang mit dem Bahnhof Zollikofen hergestellt wird, wo nun wirklich kein Zusammenhang besteht. Tatsächlich ist es so, dass niemand in Zollikofen gegen eine angemessene Beteiligung an der mitbenutzten Sportanlage ist. Es stellen sich einfach die Fragen nach der Rechtsform des Zusammengehens und nach der Höhe der Beteiligung. In der Art des «reichen Onkels» haben Zollikofens Parlamentarier einer hälftigen Beteiligung mit fremdem Geld (Steuergeld) grosszügig zugestimmt.Störend dabei vor allem, dass dem Volk nicht mal eine Variantenabstimmung gegönnt wurde. Es stand nämlich ein zweiter Vorschlag zur Diskussion, welcher die Höhe der Beteiligung beschränken wollte.Die jetzt gewählte Form einer eigenen Trägerschaft mit hälftiger Beteiligung bedeutet für Zollikofen unbeschränkte Mithaftung. Es wird nicht bei den 275 000 Franken aus dem Betriebsdefizit bleiben.Gut gemeint ist auch der Vorschlag der SP, die Trägerschaft müsse breiter abgestützt werden. Auch wir von der Vereinigung für bürgernahe Politik sind dieser Meinung; jedoch sehen wir die Reihenfolge anders: Zuerst ist die Trägerschaft zu sichern und dann können Verpflichtungen eingegangen werden.Es ist doch einfach naiv, anzunehmen, die umliegenden Eishockey-Clubs würden sich nach Sicherung der Finanzierung durch die Gemeinden freiwillig in die Trägerschaft einkaufen (der Winterbetrieb macht einen grossen Teil des Fehlbetrags aus).Der «Bund» stellt sogar einen Bezug des Geschäfts zum seinerzeitigen Ausbau des Bahnhofs Zollikofen her, bei dem sich Münchenbuchsee auch habe beteiligen müssen. Dazu ist wohl festzuhalten, dass die gesetzlichen Grundlagen anders aussehen und dass der Bahnhof vor allem von Beschäftigten von Firmen frequentiert wird, die auf Buchsi-Boden Steuern zahlen.Es scheint: Den Befürwortern ist jedes Mittel recht, um die Vorlage durchzubringen. Die Gemeinde beschwört sogar ihr Leitbild. Während gerade diese Woche der Sniper von Washington hingerichtet wurde, erlaubt sich der Präsident der CVP, seine Gegner als Heckenschützen zu bezeichnen. Ziemlich geschmacklos!Unter solchem Druck hat sogar die Parteiversammlung der SVP die Ja-Parole beschlossen, nachdem die Partei im Parlament noch die Variantenabstimmung vertreten hatte.Die Ablehnung des Geschäfts bedeutet nur: Zurück an den Absender, bitte nachbessern! Aus diesem Grund treten wir von der Vereinigung für bürgernahe Politik für ein Nein ein. René Ritter, Zollikofen, Mitglied der Vereinigung für bürgernahe Politik

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