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Leserbrief: Logopädie ist kein Nachhilfe-Unterricht

Ein Leserbrief nimmt Stellung zu einem Zitat von Edith Olibet im «Bund» vom 7. November.

«Die Logopädin geht dann eben in die Klasse statt das Kind zu ihr», so wird Frau Edith Olibet zitiert. Auch wenn der Satz aus einem Zusammenhang gerissen ist, verlangt er doch nach Stellungnahme von logopädischer Seite.

Liebe Frau Olibet, Logopädie ist Therapie und nicht irgendein «mehrbesserer» Nachhilfeunterricht. Logopädie findet grundsätzlich im Einzelsetting im Therapiezimmer statt, wo die Logopädin gezielt auf die Schwierigkeiten eines Kindes eingehen kann und wo ihr das geeignete Material zur Verfügung steht. Logopädie findet im Klassenzimmer oder in der Gruppe statt, wenn die Logopädin dies sinnvoll findet.Früher haben sich LogopädInnen wehren müssen, damit sie ihre Arbeit nicht in irgendeiner Abstellkammer verrichten mussten. Heute ist Integration angesagt, und nun müssen sie dagegen kämpfen, nicht einfach als Unterstützung der Lehrpersonen ins Klassenzimmer beordert zu werden. Barbara Tüscher, Bern, Logopädin

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