Leiter der Schulzahnklinik hat Arbeit wieder aufgenommen

Der Wiedereinstieg erfolge «schrittweise» und werde intern «sorgfältig begleitet», heisst es bei der Stadtberner Sozialdirektion.

Im Schulzahnmedizinischen Dienst der Stadt Bern sind verschiedenste Probleme zu lösen.

Im Schulzahnmedizinischen Dienst der Stadt Bern sind verschiedenste Probleme zu lösen.

(Bild: Valerie Chételat)

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Rechtshändel mit Mitarbeitenden, der konfliktreiche Abgang einer Kieferorthopädin, Langzeitabsenzen, Geldsorgen und Unregelmässigkeiten in der Beschaffungspolitik: Der Schulzahnmedizinische Dienst (SZMD) der Stadt Bern hat eine bewegte Zeit hinter sich.

Der Gemeinderat hat nach der Erkrankung von Klinikleiter Ingo Ziswiler Ende Mai letzten Jahres eine Ad-interim-Leitung eingesetzt, eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt und eine Überprüfung der Klinik-Strukturen angeordnet. Nun hat Klinikleiter Ziswiler seine Arbeit letzte Woche wieder aufgenommen, hält Claudia Mannhart auf Anfrage fest. Mannhart ist als stellvertretende Generalsekretärin der Sozialdirektion von Franziska Teuscher (GB) unter anderem für die Schulzahnklinik zuständig.

Neustart trotz Vertrauenskrise

Der Wiedereinstieg des Klinikleiters erfolge «schrittweise» und werde direktionsintern «sorgfältig begleitet, wie dies in Fällen von längeren krankheitsbedingten Abwesenheiten üblich ist», hält Mannhart fest. Ganz so üblich dürfte Ziswilers Wiedereinstieg allerdings nicht vonstatten gehen. Denn der Klinikleiter geriet unter anderem deshalb in die Kritik, weil er den Lieferanten für schulzahnmedizinisches Verbrauchsmaterial gewechselt hatte, ohne den Auftrag vorschriftsgemäss auszuschreiben, wie eine von der Sozialdirektion angeordnete Überprüfung ergeben hatte. Zudem ist das gegenseitige Vertrauen im Team gemäss den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung gering. Auch zeigt knapp ein Drittel der Befragten «eher kein bis gar kein Vertrauen» in die Klinikleitung (der «Bund» berichtete).

Interimsleitung sichert Qualität

Laut Mannhart seien seither «Massnahmen zur Förderung des gegenseitigen Vertrauens» ergriffen worden. So werde das Thema etwa in die Mitarbeiterbeurteilungen aufgenommen. Auch sei ein Verfahren wegen eines Arbeitszeugnisses im Rahmen einer Einigung mit der betroffenen Mitarbeiterin beendet worden, sagt Mannhart. Verbessert hat sich die Lage auch im Bereich Qualitätsmanagement: Während der Abwesenheit von Ziswiler hat die Interimsleitung die entsprechende Zertifizierung wieder erlangt. Der Klinikleiter hatte die Erneuerung der Zertifizierung im Dezember 2014 abgebrochen.

Der Bund

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