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Ländlicher Widerstand gegen Stadttheater-Unterstützung

Laut der Regionalkonferenz Bern-Mittelland haben 16 ländliche Gemeinden die freiwillige Unterstützung des Berner Stadttheaters abgelehnt.

45 Millionen kostet die Sanierung des Berner Stadttheaters. Nicht alle der angefragten Gemeinden wollen bei der Finanzierung mittun.
45 Millionen kostet die Sanierung des Berner Stadttheaters. Nicht alle der angefragten Gemeinden wollen bei der Finanzierung mittun.
Franziska Scheidegger (Archiv)

Auf dem Land regt sich Widerstand gegen die freiwilligen Gemeindebeiträge an die Sanierung des Berner Stadttheaters. Die Regionalkonferenz Bern-Mittelland hat mittlerweile 16 Absagen erhalten, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Von den insgesamt 76 Gemeinden der Teilkonferenz Kultur haben bislang 30 Stellung bezogen. 14 sagten Ja, darunter zahlreiche Gemeinden aus der sogenannten Kernzone rund um Bern. Mit Köniz und Muri sind auch zwei grosse Beitragszahler darunter. Insgesamt liegen Zusagen für 1,76 Millionen Franken vor.

Insgesamt 16 Gemeinden mögen keinen freiwilligen Beitrag leisten. Es sind dies Biglen, Kirchenthurnen, Lohnstorf, Lyss, Mattstetten, Mühlethurnen, Neuenegg, Oberdiessbach, Oppligen, Radelfingen, Rümligen, Schlosswil, Schüpfen, Tägertschi, Wichtrach und Zäziwil.

Die angestrebte Gesamtsumme von 4,95 Millionen Franken wird durch die ablehnenden Gemeinden um mindestens 373'000 Franken verfehlt. Was das für das Sanierungsprojekt bedeutet, ist offen.

Hohe Sanierungskosten

Das letzte Wort hat der Lenkungsausschuss mit dem kantonalen Erziehungsdirektor Bernhard Pulver, dem Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät und dem Muriger Gemeindepräsidenten Thomas Hanke.

Das Gremium entscheidet über das weitere Vorgehen, wenn Ende Jahr die Entscheide von Kanton, Stadt und aller 76 Regionsgemeinden vorliegen. Gibt es eine Finanzierungslücke, ist eine Redimensionierung denkbar, allenfalls sogar ein Abbruch der Übung.

Die Sanierungskosten für das Stadttheater belaufen sich auf 45 Millionen Franken. 50 Prozent soll der Kanton übernehmen; der Grosse Rat entscheidet im November. 39 Prozent gehen zu Lasten der Stadt Bern; dazu gibt es im November eine Volksabstimmung. Die restlichen 11 Prozent sollten mit Regionsgeldern finanziert werden.

SDA/hjo

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