Wegen Homo-Adoption: Barry bricht mit Grünem Bündnis

Der Berner Stadtrat Mess Barry bricht mit seiner Partei: Er ist aus dem Grünen Bündnis (GB) und aus der GB/JA!-Stadtratsfraktion ausgetreten. Er will als Parteiloser aktiv bleiben.

Will nicht mehr im Grünen Bündnis politisieren: Mess Barry.

Will nicht mehr im Grünen Bündnis politisieren: Mess Barry.

(Bild: zvg)

Knatsch im Berner Stadtrat: Mess Barry bricht mit seiner Partei und ist per sofort aus dem Grünen Bündnis (GB) wie auch der Fraktion GB/JA ausgetreten. Fortan sitzt der im westafrikanischen Guinea geborene Schweizer als Parteiloser im Parlament. Dies wiederum stört die Partei: Sie bedauert, dass Barry «sein auf der Liste der GB errungenes Stadtratsmandat nicht der Partei zur Verfügung stellt.»

Zankapfel Adoption

Warum kam es zum Bruch zwischen dem Politker und der Partei? Laut einer Mitteilung des GB habe Barry, der seit 2004 in der Schweiz lebt, vermehrt «Unvereinbarkeiten mit der Parteipolitk» empfunden. Gegenüber dem «Bund» erklärt GB-Fraktionspräsidentin Stéphanie Penher, dass sich Barry insbesondere nicht mit dem Adoptionsrecht für homosexuelle Paare identifizieren könne. Das GB befürwortet dieses dezidiert. Barry war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Der 33-jährige gelernte Koch sitzt seit Januar 2013 im Stadtrat, wo er nicht gerade mit übermässigem Engagement aufgefallen ist. In diesen gut zwei Jahren hat Barry bislang einen einzigen Vorstoss selbst eingereicht, wo er sich bessere Chancen für Migranten auf dem Arbeitsmarkt einsetzte.

hjo/sda

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