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Kurz frottiert: «Für mich ist das eine Katastrophe»

EDU-Nationalrat Andreas Brönnimann aus Belp hat es nicht leicht dieser Tage. Am Dienstag erschien auf der «Blick»-Internetseite ein Artikel unter dem Titel «Duisburg-Katastrophe war Gottes Wille» – dazu ein Bild, auf dem er lächelt.

Der Text knüpfte an Aussagen der ehemaligen deutschen Nachrichtensprecherin Eva Herman an. Diese hatte die Tragödie offenbar als gottgewollt dargestellt – und Entrüstung ausgelöst. Brönnimann wurde in einem ähnlichen Sinn zitiert: «Gott hat das Unglück zugelassen, weil es ein gottloses Treiben war.» Gestern stand der Satz auch in der Zeitung «20 Minuten».

«Für mich ist das eine Katastrophe», sagte Brönnimann gestern, als er vom «Bund» um eine Bestätigung seiner Aussagen gebeten wurde. Er erhalte seither laufend E-Mails und müsse sich rechtfertigen. Ja, sagte er, er habe tatsächlich gesagt, Gott habe das Unglück zugelassen, «wie viele andere Unglücke auch – sonst wäre es ja nicht passiert». Und ja, er habe auch gesagt, aus seiner Sicht herrsche an einer Love-Parade gottloses Treiben. «Aber ich habe die Aussagen nicht mit einem ‹Weil› verknüpft und in einen Satz zusammengefasst», beteuerte er. Er habe «nie gesagt, dass diese Katastrophe Gottes Wille sei». Er bedaure den Tod der 20 Menschen und spreche den Angehörigen sein tiefstes Beileid aus.

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