Zum Hauptinhalt springen

Kürzer als Tschäppät war keiner

Mit wenigen Worten eröffnete Alexander Tschäppät das 9. Kurzfilmfestival Shnit. Filmische Höhepunkte waren an der Opening-Night im Kornhausforum rar.

Shnit und Tschäppät – eine Traumpaarung: Hier das Kurzfilmfestival, dessen Publikum man ohne Arglist eine knappe Aufmerksamkeitsspanne unterstellen darf. Da der Stadtpräsident mit seiner Vorliebe für Abkürzungen – etwa bei Wahlbotschaften. «Bern», sagt Alexander Tschäppät also am Mittwochabend im gut gefüllten Kornhausforum, «ist die schönste Stadt der Welt und Shnit das geilste Kurzfilmfestival». Wohl hängt er noch einige Sätze an zur Politik im Allgemeinen und einer «Volkspartei» im Besonderen, aber dann ist auch schon Schluss, Licht aus und Film ab. Und noch einige Male ertappt man sich an diesem Abend beim Wunsch, es hätten sich doch auch manche Regisseure der radikalen tschäppätschen Kürze befleissigt.

Das Festival Shnit widmet sich dieses Wochenende in Bern dem Kurzfilmschaffen. Erstmals läuft das Event auch in fünf weiteren Städten – Kapstadt, Köln, San Jose (Costa Rica), Singapur und Wien. Ein weiterer Rekord: Noch nie zeichneten Berner Filmschaffende für mehr Festivalbeiträge verantwortlich als heuer. Man darf dem Shnit also durchaus anrechnen, kreative Impulse auszusenden. Gleichwohl: Bei der Ton- und Bildqualität in den Sälen und bei der Organisation haben sich die Veranstalter ein gewisses Entwicklungspotenzial bewahrt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.