Zum Hauptinhalt springen

Kommentar: SVP als Helferin der Linken

Nach 20 Jahren ist wieder etwas Bewegung in die Bieler Politik gekommen. Der Rücktritt von Stadtpräsident Hans Stöckli (SP) liess manche Bürgerliche auf eine Wende hoffen. Nachdem sie bei den letzten Wahlen nicht einmal mehr gewagt hatten, einen eigenen Kandidaten gegen Stöckli antreten zu lassen, witterten sie jetzt Morgenluft.

Doch die Mission Machtwechsel ist bereits nach dem ersten Wahlgang gründlich misslungen. Seit gestern ist klar: Das Stadtpräsidium bleibt in linker Hand. Entweder wird SP-Kandidat Erich Fehr in Stöcklis Fussstapfen treten, oder Barbara Schwickert wird als erste Grüne aus dem roten Biel definitiv ein rot-grünes Biel machen.

Die Verantwortung für das frühzeitige Scheitern der Bürgerlichen trägt hauptsächlich die SVP. Sie hat zwar in Biel kaum Bedeutung, konnte die diesjährigen Ersatzwahlen aber gehörig aufmischen. Zuerst bestritt sie den Anspruch der SP auf Stöcklis Sitz im Gemeinderat und ermöglichte mit einer Unterschriftensammlung die öffentliche Ausmarchung. Darauf darf sie durchaus stolz sein, denn dass ein wichtiges Exekutivamt durch Nachrutschen besetzt wird, ist nicht befriedigend. Dass die SVP dann aber mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen um das Stadtpräsidium steigt, ist aus bürgerlicher Sicht unverständlich. Der bislang unbekannte Beat Feurer hatte nicht den Hauch einer Chance. Er verbaute dem FDP-Kandidaten Hubert Klopfenstein aber den Weg in den zweiten Wahlgang. Somit war die SVP in diesem Jahr die beste Wahlhelferin der Linken.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.