Zum Hauptinhalt springen

Kommentar: Nauses Nagelprobe

Am Ostermontag steht die Probe an, ob die Auflagen, die an die Bewilligung für den Cupfinal geknüpft sind, ein Fussballfest ermöglichen, das nicht Chaoten überlassen wird.

Es werde keine Fanmärsche mehr durch Bern geben, sagte Reto Nause nach den letzjährigen Ausschreitungen.
Es werde keine Fanmärsche mehr durch Bern geben, sagte Reto Nause nach den letzjährigen Ausschreitungen.
Manuel Zingg (Archiv)

«Sie werden auf Ihre Aussage behaftet werden.» Der Berner Gemeinderat Reto Nause (CVP) war für diesen Satz, der ihm während und nach der gestrigen Medienorientierung von Journalisten zigmal vorgehalten wurde, gewappnet. Es werde keine Fanmärsche durch Bern mehr geben, hatte der Sicherheitsdirektor nach der Gewalteskalation vor dem letzten Cupfinalspiel gesagt. Basel- und GC-Fans hatten auf ihren Umzügen durch die Innenstadt eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Seit Freitag steht definitiv fest: Der Cupfinal bleibt in der Bundeshauptstadt, und die Fans dürfen – unter bestimmten Auflagen – wieder marschieren. Vordergründig ist das Urteil schnell gefällt: Nause hat sein Wort nicht gehalten, er ist eingeknickt und macht sich unglaubwürdig.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.