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Kommentar: Bernische FDP steht am Wendepunkt

Die FDP Kanton Bern hat grössere Probleme als die meisten anderen Sektionen.

Mit Engagement, aber ziemlich glücklos haben Präsident Peter Flück und Vizepräsidentin Corinne Schmidhauser in den letzten eineinhalb Jahren versucht, den Niedergang der bernischen FDP zu stoppen. Die nationalen Wahlen haben die beiden jetzt vorzeitig aus der Bahn geworfen. Der Taucher ihrer Partei war so drastisch, dass sie die Konsequenzen ziehen und zurücktreten mussten. Ob sie die FDP bis zu den kantonalen Wahlen 2014 wieder auf Kurs gebracht hätten, wird man nie wissen.

Nun steht der Freisinn im Kanton Bern endgültig am Wendepunkt. Entweder er rappelt sich nochmals auf oder versinkt in der Bedeutungslosigkeit. Der Weg für einen Neuanfang wäre jetzt frei, die Voraussetzungen dafür sind aber denkbar schlecht. Ihren Ständeratssitz, den sie jahrzehntelang innehielt, konnte die FDP nicht zurückerobern, der Wähleranteil ist auf neun Prozent eingebrochen, und der Bundesratssitz wackelt ebenfalls. Ausserdem wird die Basis mit noch 6600 Mitgliedern immer dünner. Und auch bei den Stadtberner Wahlen 2012 steht die Partei vor einer schwierigen Ausgangslage. Mit Barbara Hayoz tritt ihr wichtigstes Zugpferd zurück, und die erstarkte Mitte hat der FDP die Türe vor der Nase zugeschlagen.

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