Köniz und Bern: Uneins in der Kultur, einig im Sport

Die Könizer und Berner Parlamentarier trafen sich erstmals zum informellen Austausch.

Spielte eine wesentliche Rolle beim Austausch der Parlamentarier, die Berner Stadträtin Katharina Altas. (Archiv)

Spielte eine wesentliche Rolle beim Austausch der Parlamentarier, die Berner Stadträtin Katharina Altas. (Archiv) Bild: Adrian Moser

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Es sei ein historischer Moment, sagte Stadtratspräsident Thomas Göttin (SP), als er 53 Parlamentarier aus Bern und Köniz im Rathaus begrüsste. Es sei das erste Treffen der beiden Parlamente. Um den informellen Charakter des Anlasses zu unterstreichen, wurde auf eine Traktandenliste verzichtet. Verbindliche Beschlüsse konnten die Parlamentarier ohnehin keine fassen. Trotzdem standen zwei Themen zur Diskussion: Kultur und Sport.

Die Berner Stadträtin Katharina Altas (SP) eröffnete die Kulturdebatte. Sie stellte die Berner Sicht der überregionalen Kulturpolitik dar. Altas lobte die Beteiligung der Regionalkonferenz am Betrieb von Kulturinstitutionen mit regionaler Bedeutung. Sie wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die Häuser ebendieser Institutionen einen grossen Sanierungsbedarf hätten. Dieser bleibe an der Stadt hängen. Altas wünschte sich zusätzliche finanzielle Beteiligung der Regionalkonferenz, damit Bern auch den Gebäudeunterhalt stemmen könne. Köniz hatte sich bereits freiwillig an der Sanierung des Stadttheaters beteiligt. Doch schon bald müsse das Historische Museum Bern saniert werden.

Stefan Lehmann von der SVP Köniz stellte in der Folge seine Sicht der Dinge dar. Köniz zahle den grössten Teil seines Kulturbudgets an die Regionalkonferenz und damit vor allem an Bern. Für kulturelle Projekte in Köniz bleibe wenig Geld übrig. Die von Konzert Theater Bern bespielten Vidmarhallen seien zwar auf Könizer Boden, doch sei offen, ob sich insbesondere der ländliche Teil von Köniz mit diesen identifizieren könne.

Theiler will die Ruhe stören

Beim Thema Sport herrschte mehr Einigkeit. Ein überregionales Sportkonzept fanden weder Iris Widmer (Grüne, Köniz) noch Christoph Zimmerli (FDP, Bern) nötig. Doch sprachen sich beide für gemeinsame Sportprojekte aus. Weil die städtische Sportinfrastruktur auch von Auswärtigen genutzt werde, sollten sich diese daran finanziell beteiligen, sagte Zimmerli. Dies müsse aber bedeuten, dass sie auch bei der Gestaltung mitreden könnten.

Als Leuchtturm gelungener Zusammenarbeit von Köniz und Bern im Sport wurde daher die Sporthalle Weissenstein genannt. Köniz und Bern haben die Sportanlage gemeinsam erbaut. Andrin Sopplesa (BDP, Bern) fragte daher, wo es in der Stadt Standorte für weitere gemeinsame Anlagen gäbe. Die Einigkeit wurde erst durchbrochen, als der für seine extrem linken Positionen bekannte Berner Stadtrat Luzius Theiler (GPB-DA) beschloss, «den friedlichen Gottesdienst zu stören». Er kritisierte die Sporthallen Weissenstein. Damit bot Theiler allerdings nur dem zuständigen Könizer Gemeinderat Thomas Brönnimann (GLP) Gelegenheit, die erfolgreiche Zusammenarbeit der Behörden beim Sporthallenprojekt zu betonen. Nach knapp zwei Stunden war die Sitzung beendet. Die Parlamentarier diskutierten beim Apéro weiter. (Der Bund)

Erstellt: 28.10.2016, 08:35 Uhr

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