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Köniz bringt Wiler ins Grübeln

Leader Wiler-Ersigen besiegt das ersatzgeschwächte Köniz mit viel Mühe. Der Spielverlauf lässt die Könizer hoffen, am nächsten Sonntag im Cup gegen den gleichen Gegner als Sieger vom Platz zu gehen.

Wiler-Ersigens Topstürmer Mathias Hofbauer (mit Brille) beschäftigt die gesamte Könizer Abwehr. (Marcel Bieri)
Wiler-Ersigens Topstürmer Mathias Hofbauer (mit Brille) beschäftigt die gesamte Könizer Abwehr. (Marcel Bieri)

Kurz vor Spielbeginn gab der Könizer Liga-Topskorer Daniel Calebsson definitiv Forfait. Der Schwede hatte sich im letzten Meisterschaftsspiel gegen Grünenmatt bei einem Stockschlag eine Gesichtsverletzung zugezogen. Während andere Teams auf den Ausfall ihres Schlüsselspielers mit einer Abwehrschlacht reagiert hätten, schickte Köniz-Trainer David Jansson seine Spieler mit einer offensiven Taktik aufs Spielfeld. «Wir glauben in jedem Spiel an unsere Chance und haben auch vor dem Serienmeister keine Angst», erklärte der Trainer. Überraschend viel Selbstbewusstsein für eine Equipe, der Experten vor der Saison einen Platz im hinteren Tabellenbereich prophezeit hatte. Für David Jansson ist der dritte Zwischenrang keine Überraschung. «Ich habe die negativen Presseberichte zur Kenntnis genommen. Aber es ist doch ein Klischee, dass ein Team bei sechs Abgängen gleich auseinanderfällt.» Junge Spieler wie Cédric Fröhlich hätten sich sofort gut in die Mannschaft integriert und zeigten tolle Leistungen.Das Spiel gegen Wiler-Ersigen war hart umkämpft. Zwar schoss Gerber die Gäste in der 9. Minute in einem Überzahlspiel in Führung, doch Sigg konnte nur 30 Sekunden später für Köniz ausgleichen. In der 16. Minute glückte Wiler-Ersigen innert 20 Sekunden ein Doppelschlag. In den folgenden Minuten hatte Köniz ein klares Chancenplus, traf jedoch nur ein einziges Mal ins Netz. Nach einem Tor von Krähenbühl musste das Heimteam erneut einem 2-Tore-Rückstand hinterherrennen. In der 49. Minute gelang Sigg nochmals der Anschlusstreffer, doch das 3:5 von Mendelin in der 55. Minute beendete sämtliche Könizer Siegeshoffnungen.

Wiler-Trainer lobt Köniz «Ich bin mit dem Resultat zufrieden, nicht aber mit der Leistung», sagte Wiler-Trainer Thomas Berger nach dem Spiel. «Wir haben zu viele Fehler gemacht. Vorne konnten wir nur phasenweise Druck machen, hinten waren wir unorganisiert.» Dem Gegner zollte er viel Respekt: «Im Gegensatz zu anderen Teams hat Köniz mitgespielt und etwas gewagt. So macht Unihockey Spass.» Weniger Spass am Spiel hatte Wiler-Verteidiger Mattias Wallgren. «Die Zweikämpfe waren sehr intensiv, wir hätten uns von dem harten Spiel nicht so beeindrucken lassen sollen.» Er sei zwar glücklich über den Sieg und seine beiden Skorerpunkte, doch der Weg zum nächsten Meistertitel sei noch lang. Trainer Berger übte sich ebenfalls in Selbstkritik. Obwohl Wiler-Ersigen diese Saison noch keinen einzigen Punkt abgegeben hat und statistisch gesehen den besten Sturm und die beste Verteidigung der Liga hat, sei er nur bedingt zufrieden. «In der letzten Saison haben wir zu einem früheren Zeitpunkt unsere Topform erreicht.» Das Team habe noch viel Arbeit vor sich. «Unser Ziel ist schliesslich der Meistertitel.»

Zu wenig Mut im Abschluss In Köniz sind die Erwartungen bescheidener. «Wir wollen uns einen der acht Playoffplätze sichern, danach schauen wir weiter», sagte der Könizer Doppeltorschütze Pascal Sigg. Das Team sei jung, der weitere Saisonverlauf nur schwer abschätzbar. Mit dem Spiel gegen Wiler war Sigg nicht zufrieden. «Im zweiten und dritten Drittel waren wir nah an der Überraschung, doch die Gäste waren in der Chancenauswertung cleverer.» Vor dem Tor habe ihn und seine Kollegen «zu oft der Mut verlassen».

Köniz will Revanche nehmen Köniz-Trainer David Jansson teilte diese Ansicht. «Die Angriffsauslösungen müssen schneller erfolgen. In der Offensivzone müssen wir den Ball früher abspielen.» Diesen Feinheiten wolle er in den nächsten Trainings mehr Beachtung schenken. Denn schliesslich heisst der nächste Gegner wieder Wiler-Ersigen. Am nächsten Sonntagabend treffen die beiden Equipen im Cup-Viertelfinale bereits wieder aufeinander. Jansson schaut dem nächsten Gipfeltreffen in der Sporthalle Lerbermatt optimistisch entgegen: «Wir werden gewinnen, weil wir Steigerungspotenzial haben. Die Schlussoffensive, für die wir bekannt sind, wird uns in der Lerbermatt den Sieg einbringen.» Die mögliche Rückkehr des Liga-Topskorers Daniel Calebsson würde die Könizer Siegeschancen zusätzlich erhöhen. Wiler-Trainer Thomas Berger glaubt hingegen nicht an eine Cup-Überraschung: «Wir werden weniger Fehler als im Meisterschaftsspiel machen und den Match für uns entscheiden.»

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