Im Marzili geht die Sanierung nur schleichend voran

Das Marzili-Bad soll 2022 gesamtsaniert werden. Bis dahin gibt es ein paar Pinselstriche.

Wie weiter im Marzili? SP-Stadträtin Ingrid Kissling-Näf wünscht sich so schnell wie möglich ein Gesamtsanierung, Gemeinderat Micheal Aebersold (SP) erklärt, wieso das nicht geht.
Martin Erdmann@M_Erdmann

Pressetermin im Freibad: Gemeinderat Micheal Aebersold (SP) marschiert der Medienschar voraus, um zu zeigen, was dieses Jahr im Marzili erneuert wird. Viel gibt es nicht zu marschieren. Denn mit den 140 000 Franken, welche die Stadt kurzfristig für Unterhaltsarbeiten gewährt hat, sind keine grossen Sprünge zu machen. So werden es nur kleine Akzente sein, welche den Gästen zu Saisonbeginn am 28. April ins Auge springen werden. So sollen beispielsweise die sanitären Anlagen auf Vordermann gebracht werden.

Im Marzili ist die Welt über mehrere Jahrzehnte beinahe still gestanden. Die letzten gross angelegten Erneuerungsarbeiten fanden 1968 bis 1970 statt. Dieser Umstand wurde 2015 von den Berner Stadträten Ingrid Kissling-Näf (SP) und Ueli Jaisli (SVP) zum Politikum erklärt. Per Motion forderten sie die Erneuerung des beliebten Berner Bads. Mit den von Aebersold vorgestellten Auffrischungen ist es für Kissling-Näf längst nicht getan. «Die Anlagen wurden über lange Zeit nur minimal unterhalten und sind teilweise einsturzgefährdet.» Aebersold will dem nicht grundsätzlich widersprechen. Auch er ist für eine Gesamtsanierung. Doch gleichzeitig relativiert er. «Gewisse Objekte wie ein Teil der Garderoben sind denkmalgeschützt. Die werden so belassen.»

2022 soll das Marzili-Bad gesamterneuert werden. Für Kissling-Näf ist das reichlich spät. «Seit wir 2015 unsere Motion eingereicht haben, ist nicht viel passiert.» Aebersold hält dagegen: «Ein solches Projekt zu realisieren, ist mit einem langen Planungsprozess verbunden.»

Der Bund

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