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Klares Bekenntnis zur Integration

Die Stadt Bern will kein obligatorisches Einheitsschulmodell mit getrennten Stammklassen von Real- und Sekundarschülern. Der Volksvorschlag eines bürgerlichen Komitees wurde mit 64,8 Prozent Nein-Stimmen klar abgelehnt. Ein Kommentar.

Im Lorraine-Schulhaus wird auch künftig das integrative Schulmodell praktiziert. (Archiv Manu Friederich)
Im Lorraine-Schulhaus wird auch künftig das integrative Schulmodell praktiziert. (Archiv Manu Friederich)

Damit können die Schulstandorte Lorraine, Stapfenacker und Brunnmatt ihre integrativen Schulmodelle behalten. Für 9 von 12 Schulstandorten hätte sich ohnehin nichts geändert, da dort Real- und Sekundarschüler bereits heute weitgehend getrennt unterrichtet werden.

Die Schulen in der Stadt Bern haben im Moment andere Probleme. Die Teilrevision des Schulreglements wurde nötig, weil der – notabene bürgerlich dominierte – Grosse Rat die Integration lernschwacher und verhaltensauffälliger Kinder in den Regelunterricht beschlossen hatte. Die Stadtberner Sektionen von FDP und SVP wiederum sahen in der Revision eine Gelegenheit, ihr altes Postulat eines kompetitiven Einheitsschulmodells aufzuwärmen. Das Volk hat diesem politisch motivierten Coup nun eine Absage erteilt. Es hat damit auch ein Bekenntnis zum Prozess der Integration abgelegt, auf den die Lehrkräfte nun ihr Augenmerk legen sollen.

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