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Keine Mengenbeschränkung, mehr Transparenz und einheitlicher Basispreis

Das Gesundheitswesen steht vor gravierenden Veränderungen: Was bleibt nach einer siebenstündigen Sondersession und fast 30 behandelten Vorstössen im Grossen Rat?

Den wichtigsten Entscheid fällte der Grosse Rat gegen den Willen des Gesundheitsdirektors Philippe Perrenoud
Den wichtigsten Entscheid fällte der Grosse Rat gegen den Willen des Gesundheitsdirektors Philippe Perrenoud
Franziska Scheidegger (Archiv)

Das Gesundheitswesen steht vor gravierenden Veränderungen: Unter anderem kann sich ab nächstem Jahr jeder grundversicherte Patient in jedem öffentlichen oder privaten Spital behandeln lassen, das auf einer Spitalliste steht. Die Kosten für seine Behandlung trägt auch im Privatspital künftig zu 55 Prozent der Kanton und nur noch zu 45 Prozent die Krankenkasse. Für den Kanton Bern bedeutet dies nach ersten Berechnungen Mehrausgaben von 260 Millionen Franken. Die Prämienzahler dürfen sich hingegen auf eine Entlastung freuen. «Wir gehen davon aus, dass die Prämien nächstes Jahr, wenn allenfalls auch nur geringfügig, im Durchschnitt real sinken werden», sagte Regierungsrat Philippe Perrenoud (SP) an der Sondersession des Grossen Rats zur Gesundheitspolitik. Etwas pessimistischer blicken die Internetvergleichsdienste Comparis und Bonus in die Zukunft. Sie prognostizierten gestern für den Kanton Bern eine Nullrunde – für die ganze Schweiz im Durchschnitt hingegen Prämienanstiege von 3 bis 5 Prozent. Die definitiven Zahlen gibt das Bundesamt für Gesundheit Ende September bekannt.

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