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«Keine Differenzen»: Die Schauspielchefin verteidigt sich

Erstmals meldet sich die abgesetzte Schauspieldirektorin des Berner Stadttheaters zu Wort: Stephanie Gräve wehrt sich gegen die Vorwürfe von Intendant Stephan Märki.

Zeigt sich erstaunt von der inhaltlichen Kritik ihres Chefs Stephan Märki: Schauspielchefin Stephanie Gräve wurde abgesetzt.
Zeigt sich erstaunt von der inhaltlichen Kritik ihres Chefs Stephan Märki: Schauspielchefin Stephanie Gräve wurde abgesetzt.
Manu Friederich

Letzten Mai war noch Frühling. Auch im Kulturcasino, als das Stadttheater das Programm für die derzeit laufende Saison präsentierte. Die Spielzeit davor sei «gut gelaufen», erklärte Intendant Stephan Märki – und er nannte den «Judas», das Stück, welches das Theater auswärts aufgeführt hatte, in den Kirchen im Kanton. Der «Rücklauf» sei «so positiv» gewesen, dass man die Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften erweitert und «zusätzliche solche Projekte» in den Spielplan aufgenommen habe. Auf die Frage von Radio SRF, ob das seinem Haus keinen allzu religiösen Anstrich gebe, entgegnete Märki: «Man erreicht auf diesem Weg ein Publikum, das sonst noch nicht ins Theater geht.» Und er stellte die Beschäftigung mit Fragen des Glaubens und der Religion als ein «grosses Zukunftsthema» dar.

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