Kein Spielplatz, dafür Kaffeeduft

Nachdem die Differenzen mit den Nachbarn beigelegt wurden, will man in der Alten Feuerwehrkaserne nach vorne schauen. Im Frühling folgt die Eröffnungsfeier.

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«Vergesst die Einsprachen. Wir wollen nach vorne schauen!» Manfred Leibundgut, Präsident des Trägervereins der Alten Feuerwehrkaserne, möchte die Vergangenheit ruhen lassen. Einige Einschränkungen mussten die Organisatoren hinnehmen, damit die Einsprachen nicht weitergezogen wurden: «Einige davon haben wehgetan.» So wird es im Innenhof keinen Gastrobetrieb geben und keine Spielgeräte für Kinder.

Wie ausserdem bekannt wurde, müssen die YB-Fans auf den ursprünglich angedachten Fanclub verzichten – die Angst vor lauten, gut gelaunten Fans dürfte zu gross gewesen sein. Dass die Zwischennutzung trotz aller Hindernisse nun loslegen kann, kommt aber nicht von ungefähr. Regierungsstatthalter Christoph Lerch sagt dazu: «Die Organisatoren der Zwischennutzung haben sich von Anfang an um einen Dialog mit den Anwohnern bemüht.» So hätten Ängste abgebaut werden können. Das sei sicher mit ein Grund, weshalb der Entscheid nicht weitergezogen wurde.

Kaffee und Biogemüse

Über zwanzig Projekte sind nun in den Startlöchern. Leibundgut sagt: «Es ist bis auf wenige Räume im Untergeschoss alles belegt.» Auf der Warteliste stünden aber genug Interessenten, sodass in zwei Monaten alle Räume auf den rund 3000 Quadratmetern vergeben sein werden. Für die Eröffnung ist eine Feier im Frühling geplant – Genaueres sei aber noch nicht bekannt. Während einige Projekte, etwa das Restaurant Löscher, bereits seit Anfang Juli in Betrieb sind, stehen andere jetzt in den Startlöchern. So etwa jenes von Adrian Iten, Besitzer des Café Adrianos in der Berner Altstadt. Er baut seit Mitte letzten Jahres an seiner Rösterei, welche voraussichtlich nächste Woche ihren Betrieb aufnimmt. Die Projekte sind sehr vielfältig ausgelegt. Von Sport über Kultur bis zum Biomarkt deckt die Zwischennutzung viele Lebensbereiche ab.

Für einigen Medienrummel sorgte im Oktober das Asylzentrum, welches in der Kaserne neben den Zwischennutzern eingerichtet wurde. Die Anwohner störten sich an den spielenden Flüchtlingskindern. Gegen das Baugesuch des Trägervereins kam es im Frühjahr zu insgesamt acht Einsprachen. Streitpunkte waren unter anderem die zonengerechte Nutzung des Gebäudes, die Art der Nutzung des Innenhofs und die damit verbundenen Lärmemissionen. Die Einsprachen wurden im Dezember letzten Jahres durch das Regierungsstatthalteramt abgewiesen. Das Urteil wurde in der gesetzlichen Frist nicht angefochten und ist somit nun rechtskräftig.

DerBund.ch/Newsnet

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