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Kantonsgelder für Berns Plätze

Insgesamt 36 Millionen Franken will der Kanton für Verkehrs- und Siedlungsprojekte ausgeben – davon sind neun Millionen für drei Berner Plätze vorgesehen.

Der Kanton wird sich voraussichtlich an der Sanierung des Eigerplatzes beteiligen.
Der Kanton wird sich voraussichtlich an der Sanierung des Eigerplatzes beteiligen.
Valérie Chételat (Archiv)

Etlichen Plätzen der Stadt Bern stehen grosse Veränderungen bevor: Die Sanierung des Eigerplatzes und die Umgestaltung des Breitenrainplatzes sind beschlossene Sache, und auch der Viktoriaplatz soll in den kommenden Jahren aufgewertet werden. Und nicht nur den Bernerinnen und Bernern liegen ihre Plätze am Herzen. Geht es nach der Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission des bernischen Grossen Rates, soll sich auch der Kanton an den Projekten auf städtischem Boden beteiligen, wie der Kanton gestern mitteilte. Die vorberatende Kommission befürwortet den Rahmenkredit in der Höhe von 36 Millionen Franken, welcher für Verkehrs- und Siedlungsprojekte eingesetzt werden soll. Insgesamt neun Millionen Franken sind für die Berner Plätze vorgesehen. Daneben sollen beispielsweise in Langenthal die Erweiterung der Bahnhofsunterführung und bei Interlaken der Anschluss des Flugplatzareals an die A8 realisisert werden. Der Grosse Rat wird in der März-Session über den Rahmenkredit befinden.

Wichtige Knotenpunkte

Das heisst aber, dass die Stadt Bern die Gelder noch nicht auf sicher hat. Der Könizer SP-Grossrat Luc Mentha gab sich gestern zuversichtlich: «Vor vier Jahren wurde ein erster Rahmenkredit für Agglomerationsprojekte fast einstimmig gutgeheissen», erzählt Mentha. Zudem reicht die Bedeutung dieser drei Plätze auch über die Stadtgrenzen hinaus. Nicht von ungefähr wurden sie in das Regionale Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept der Regionalkonferenz Bern-Mittelland aufgenommen. Der Druck auf die Plätze sei gross, sagt Thomas Iten, Gemeindepräsident von Ostermundigen und Präsident der Verkehrskommission der Regionalkonferenz. «Sie sind wichtige Knotenpunkte, wo viele Menschen arbeiten und wohnen.» Der Verkehr müsse dort flüssiger werden.

Bei der Stadt Bern freut man sich über die Unterstützung, rechnet aber gleichzeitig fest damit. «Wir haben bei der Volksabstimmung gesagt, dass sich Bund und Kanton an der Sanierung der drei Plätze beteiligen werden», erklärt die zuständige SP-Gemeinderätin Ursula Wyss. Keine Gemeinde im Kanton Bern habe einen grösseren Anteil an Strassen, die im Besitz der Gemeinde seien. Gerade die Zufahrtsstrassen zu den drei Plätzen wären in anderen Gemeinden Kantonsstrassen. «Würde sich der Kanton nicht an der Sanierung der Plätze beteiligen, müssten wir über die Besitzverhältnisse diskutieren», sagt Wyss.

Die Beiträge für die Agglomerationsprojekte hat die Kommission gemäss Mentha mit dem Bund abgesprochen. Auch dieser habe einen Rahmenkredit gesprochen. Denn die von den Gemeinden eingereichten Projekte würden als Projekte von höchster Priorität für die Entwicklung des Kantons erachtet. Bern dürfe vom Bund rund sechseinhalb Millionen erwarten.

Millionen für Hochwasserschutz

Viel Geld soll auch ins Berner Oberland fliessen. Die vorberatende Kommission befürwortet Beiträge von 16,1 Millionen Franken an den Hochwasserschtz «Bödeli/Lütschine und 1,9 Millionen Franken an den Hochwasserschutz Sundlauenen.

Im August 2005 wurde das Gebiet Bödeli bei Interlaken grossflächig überflutet, die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur durch das Hochwasser wurden damals auf 160 Millionen Franken geschätzt. «Das Hochwasser zeigte, dass die Sicherheit an verschiedenen Stellen ungenügend ist», sagt FDP-Grossrat Peter Sommer. Die zuständige Schwellenkorporation habe deshalb ein Schutzprojekt basierend auf der Gefahrenkarte entworfen, das rund 38,2 Millionen Franken kostet und das Gebiet von Wilderswil bis Bönigen vor Hochwasser schützen soll. Die Hälfte der Kosten übernimmt der Kanton, rund 20 Millionen zahlt der Bund. Das Projekt umfasst zahlreiche Schutzmassnahmen entlang der Lütschine und des Saxetenbachs. Mit den Arbeiten kann frühstens Mitte 2017 begonnen werden.

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