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Kanton schafft Platz für 100 Asylsuchende in Uetendorf

Die ehemalige Sanitätshilfsstelle unter dem Altersheim Turmhuus in Uetendorf wird erneut als Unterkunft für Asylsuchende genutzt – für rund sechs Monate.

Wird erneut als Asylzentrum genutzt: Die ehemalige Sanitätshilfsstelle unter dem Altersheim Turmhuus.
Wird erneut als Asylzentrum genutzt: Die ehemalige Sanitätshilfsstelle unter dem Altersheim Turmhuus.
Adrian Moser (Archiv)

Der Gemeinderat stellt die Anlage dem Kanton ab dem 15. Dezember für voraussichtlich sechs Monate zur Verfügung. Rund 100 Plätze dürften zur Verfügung stehen, wie Gemeindepräsident Hannes Zaugg-Graf auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Anlage wurde bereits zwischen Dezember 2008 und Februar 2010 als Durchgangszentrum genutzt; in dieser Zeit wurden insgesamt knapp 300 Frauen, Männer und Kinder betreut.

Der Gemeinderat hat sich unter Auflagen bereit erklärt, die Unterkunft ab Mitte Dezember für voraussichtlich sechs Monate erneut zur Verfügung stellen. Insbesondere Fragen rund um die Sicherheit und die Ruhe in der Anlage mitten in einem Wohnquartier seien geregelt worden, sagte Zaugg-Graf.

So wird sichergestellt, dass während 24 Stunden Verantwortliche vor Ort sind. «Es ist wichtig, dass man jederzeit auf eine Telefonnummer anrufen kann, wenn es Probleme geben sollte», sagte Zaugg-Graf. Für die Sicherheit um das Zentrum ist die Kantonspolizei Bern zuständig.

Die Betreuung der Asylsuchenden übernimmt die Asylkoordination der Stadt Thun. Sie wird bei Bedarf auch die Dienstleistungen der Securitas in Anspruch nehmen, wie der Kanton Bern in seinem Communiqué festhält.

Bereits Notunterkünfte in Betrieb

Gemeindepräsident Zaugg-Graf sagte, die Anwohner seien bereits informiert worden. Beim ersten Mal sei es «relativ gut gelaufen». Er sei zuversichtlich, dass das auch bei der Neuauflage der Fall sei.

Die Polizeidirektion wies darauf hin, dass Asylbewerber, die der Bund dem Kanton Bern zuweist, schon seit mehreren Monaten nicht mehr in den ordentlichen Asylstrukturen aufgenommen werden können.

In Biel, Köniz, Muri und Krauchthal seien in den vergangenen Monaten bereits Notunterkünfte in Betrieb genommen worden. Bei der stetig steigenden Zahl neuer Asylsuchender seien alle zur Verfügung stehenden Plätze belegt.

SDA/bs

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