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Jacques Chessex indirekt geehrt

Die Berner Stiftung für Radio und Fernsehen verleiht in diesem Jahr ihren Hauptpreis der Fernsehjournalistin Meili Dschen. Ausgezeichnet wird sie für einen Beitrag über den Mord am jüdischen Viehhändler Arthur Bloch 1942 in Payerne.

Wurde indirekt geehrt: Der verstorbene Jacques Chessex.
Wurde indirekt geehrt: Der verstorbene Jacques Chessex.
Keystone

Dschen habe mit ihrem in der Sendung «Kulturplatz» des Schweizer Fernsehens ausgestrahlten Beitrag ein dunkles Kapitel in der Waadtländer Geschichte dokumentiert, teilte die Stiftung am Mittwoch mit.

Anlass für Dschens Beitrag war der Roman «Un Juif pour l'exemple» des bekannten Westschweizer Autors Jacques Chessex, der im Oktober vergangenen Jahres bei einer Lesung in Yverdon tot zusammenbrach.

Mit seinem Roman habe Chessex einen wichtigen Beitrag zum Verständnis zwischen Romands und Deutschschweizern geleistet, schreibt die Stiftung in einer Mitteilung vom Mittwoch. Sie ehre deshalb «indirekt und posthum» auch ihn.

Die Förderung des Verständnisses zwischen den beiden Sprachregionen ist eines der Ziele des Berner Medienpreises. Ausgezeichnet werden auch Radio- und Fernsehsendungen, die Themen aus den Kanton Bern, Freiburg und Wallis in besonderer Qualität behandeln.

Mit dem Radiopreis 2010 wird Hans-Peter von Peschke für eine Sendung zum Thema Hirnschlag geehrt, den Preis für den besten tagesaktuellen Beitrag erhält Peter Maurer für eine Reportage von einer Veranstaltung der EVP in Grosshöchstetten kurz vor der Abstimmung über das Minarettverbot.

(SDA)

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